Insel-Dialog 2026 auf Fehmarn
Seit 5 Jahren laden die Vorhabenträger DEGES, DB InfraGO und Femern A/S im späten Herbst zum Insel-Dialog auf Fehmarn ein. Dieses Jahr fand das beliebte Dialogformat am 28. Oktober 2026 statt. In guter Tradition eröffnete Jörg Weber, Bürgermeister der Stadt Fehmarn, den Insel-Dialog mit einem Grußwort. Er betonte dabei die Bedeutung des konstruktiven und regelmäßigen Dialogs rund um die Arbeiten an der Fehmarnbelt-Querung.
Anschließend stellten die Vorhabenträger in kurzen Vorträgen ihren aktuellen Baufortschritt und die anstehenden Arbeiten vor. Dabei konnte Matthias Laubenstein, Vertragsdirektor bei Femern A/S, gute Nachrichten vom Bau des Fehmarnbelt-Tunnel verkünden: Auf der deutschen Tunnel-baustelle wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach rund drei Jahren Bauzeit ist der Roh-bau des Tunnelportals fertig. Insgesamt wurden dafür 450 Meter Tunnel in offener Bauweise, 150 Meter Lichtübergangszone, ein Portalgebäude sowie Rampen errichtet. Ausstehend sind nun nur noch Restarbeiten, zum Beispiel an den Lichtschächten.
Auch von der dänischen Tunnelbaustelle konnte Matthias Laubenstein Baufortschritt vermelden: Nachdem im Mai 2026 mit dem Absenken des ersten Elements ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde, folgten in regelmäßigen Abständen weitere Elemente. Mittlerweile sind insgesamt vier Tunnelelemente auf der dänischen Seite des Fehmarnbelts abgesenkt und miteinander verbunden. Im nächsten Schritt folgt nun das Absenken des ersten Spezialelements. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.
Auch DEGES und DB InfraGO konnten in ihren Präsentationen deutliche Fortschritte bei ihren Bauvorhaben vermelden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den Arbeiten auf der Insel Fehmarn und rund um den Fehmarnsund.
Anschließend konnten die interessierten Bürgerinnen und Bürger an Thementischen ihre Fragen und Anliegen direkt mit den Vorhabenträgern besprechen. Dafür standen zahlreiche Expertinnen und Experten für den Dialog zur Verfügung – ein Angebot, das von vielen angenommen wurde. Die Gespräche an den Thementischen drehten sich sowohl um den Baufortschritt als die Möglichkeiten, die sich in der Zukunft aus der neuen Verbindung für die Region ergeben können.