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Drei Tunnelelemente wurden bereits in den Tunnelgraben im Fehmarnbelt abgesenkt. Momentan ist das vierte Element mit den beiden Absenkpontons IVY 1 und IVY 2 verbunden und liegt im Arbeitshafen von Rødbyhavn. Sobald es abgesenkt ist, werden die ersten rund 900 Meter des 18 Kilometer langen Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland an ihrem Platz sein.
Bevor das vierte Element jedoch abgesenkt wird, wurde mit ihm ein entscheidender Test durchgeführt, der nachweist, dass IVY das folgende Element handhaben kann – das erste Spezialelement des Tunnels. Es ist kürzer als die Standardelemente, besitzt jedoch ein Untergeschoss, in dem die technischen Anlagen für den Tunnelbetrieb untergebracht werden.
Wegen des Untergeschosses muss das Spezialelement beim Transport weiter aus dem Wasser ragen. Wird das Element weiter aus dem Wasser gehoben, nimmt der Auftrieb ab und die Belastung für IVY steigt. Diese zusätzliche Belastung wurde bei dem Test simuliert.
Während des Tests wurde das vierte Element mit zusätzlichen 1.600 Tonnen belastet. Das Gewicht wurde auf große Wasser-Ballastsäcke auf der Oberseite des Elements und auf Tanks im Inneren des Elements verteilt. Um den Test zu bestehen, musste IVY das Element auf dieselbe Höhe anheben können, die für den Transport eines Spezialelements erforderlich ist.
„Der Test war die Generalprobe für einen technisch sehr komplexen Vorgang. Jetzt wissen wir, dass IVY die zusätzliche Belastung bewältigen und das Spezialelement sicher und präzise auf dem Meeresboden absenken kann“, sagt Lasse Vester, stellvertretender Vertragsdirektor bei Sund & Bælt.
Der Fehmarnbelt-Tunnel besteht aus 79 Standardelementen mit einer Länge von jeweils 217 Metern sowie zehn kürzeren Spezialelementen mit Untergeschoss. Die Spezialelemente werden in Abständen von etwa zwei Kilometern platziert. In den Untergeschossen werden unter anderem die technischen Anlagen des Tunnels gebündelt. In den Straßenröhren der Spezialelemente gibt es zudem Haltebuchten, in denen Servicefahrzeuge halten können, ohne den Autobahnverkehr zu behindern. Mit 39 Metern Länge, 42 Metern Breite und 13 Metern Höhe entspricht das Spezialelement in seinen Abmessungen etwa einem vierstöckigen Gebäude.
„Das erste Spezialtunnelelement ist so groß wie ein mehrstöckiges Wohngebäude und muss in mehr als 20 Metern Tiefe platziert werden. Eine so große Konstruktion abzusenken, ist ein anspruchsvoller Vorgang. Dafür musste IVY vor dem Einsatz gründlich getestet werden“, sagt Lasse Vester.
Nach dem erfolgreichen Test werden die Wasser-Ballastsäcke nun entfernt. Anschließend können die Vorbereitungen für das Absenken des vierten Elements fortgesetzt werden.