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Projektstand

Sommer 2022

Die Baustelle bei Rødbyhavn

Die Tunnelfabrik

Der Bau der großen Tunnelfabrik, in der die Tunnelelemente hergestellt werden sollen, durch den Hauptauftragnehmer FLC ist in vollem Gange. Die Fabrik wird aus insgesamt sechs Produktionslinien bestehen, die sich auf drei Produktionshallen - A, B und C - verteilen.

Die Produktionshalle B ist am weitesten fortgeschritten. Der Stahlbau sowie die Arbeiten an Dach und Fassade sind fast fertig. Mittlerweile wird auch im Inneren der Halle gearbeitet. In den kommenden Wochen werden auf der Linie 3 die großen elektrischen Hebeböcke installiert und getestet. Weiter im Inneren der Halle wird die Schalung für den Betoniervorgang installiert. Auf der Produktionslinie 3 soll voraussichtlich Ende 2022 mit der Herstellung des ersten Tunnelsegments begonnen werden.

In der Nähe der Produktionslinien werden zwei große Betonmischanlagen errichtet, die zusammen etwa 600 m³ Beton pro Stunde produzieren werden. Die erste der Anlagen (Betonmischwerk B) ist fertiggestellt und wird derzeit getestet.

Arbeitshafen

Am Montag, den 18. Juli 2022, ist das erste von mehreren hundert Frachtschiffen im dänischen Arbeitshafen eingelaufen. Über den Arbeitshafen werden Baumaterialien direkt zur Fehmarnbelt-Baustelle geliefert und somit das örtliche Straßennetz geschont. Etwa alle drei Tage kommt ein Frachtschiff an.Der Arbeitshafen ist jedoch noch nicht ganz fertig. Erst im nächsten Jahr werden die Verwaltungsbüros, Kräne und Beleuchtungsanlagen des Hafens fertiggestellt sein.

Östlich des Hafens werden derzeit die Fundamente für die Lager hergestellt, in denen Zuschlagstoffe wie Kies, Sand und Zement gelagert werden sollen. Diese Lager werden etwa 35 Meter hoch sein. Zu Spitzenzeiten muss der Arbeitshafen wöchentlich rund 70.000 Tonnen Stein, Zement, Sand, Kies und Stahl aufnehmen.

Wohnanlage auf der dänischen Tunnelbaustelle

Derzeit leben rund 700 Mitarbeiter auf der Baustelle bei Rødbyhavn. Das „Tunneldorf“ ist zu etwa 90 Prozent errichtet. Wenn das Dorf fertiggestellt ist, wird es hier 1.300 Wohneinheiten geben. In Kürze wird ein kleiner Selbstbedienungs-Supermarkt auf der Wohnanlage eröffnet. Darüber hinaus gibt es beispielsweise ein Fitnesscenter, Sportplätze, ein Kino und Gesellschaftsräume, in denen beispielsweise gespielt werden kann. 

Tunnelportale

Sowohl auf der dänischen als auch auf der deutschen Seite werden große Portalgebäude gebaut, um die Landanlagen mit dem Tunnel selbst zu verbinden. Am dänischen Tunnelportal haben Anfang Mai 2022 die Arbeiten begonnen. Hier ist der Portalbereich etwa 550 x 300 Meter groß. In den ersten Monaten finden in diesem Bereich hauptsächlich Erdarbeiten statt. An der äußersten Stelle muss bis 17 Meter tief ausgehoben werden. Der größte Teil des Aushubmaterials wird wiederverwendet, um das Portalgebäude abzudecken, sobald es hergestellt ist.

Derzeit sind rund 20 Muldenkipper bei den Aushubarbeiten am dänischen Tunnelportal im Einsatz. Die Betonierarbeiten werden voraussichtlich im Oktober 2022 beginnen. Im Portalbereich werden in der kommenden Zeit etwa 150 bis 200 Betonarbeiter beschäftigt sein.

Auch auf deutscher Seite laufen die Arbeiten am Tunnelportal. Mit 1,2 km Spundwänden wurde die Baugrube abgedichtet; das Wasser in dem Bereich ist nun weitgehend abgepumpt.

Arbeiten im Fehmarnbelt

Die Aushubarbeiten laufen, mehr als die Hälfte der Aushubarbeiten für den Tunnelgraben ist bereits abgeschlossen. Das Konsortium FBC hat rund 2,2 Millionen Tonnen Granit für die neuen Molen und Rückhaltedämme auf dänischer Seite verlegt. Hinter den Rückhaltedämmen ist die Landgewinnung mit zuvor ausgehobenem Meeresboden in vollem Gange. Westlich des Fährhafens Rødbyhavn ist bereits ein neuer Strand für die Öffentlichkeit eingerichtet worden.

Baustelle bei Puttgarden

Am 29. November 2021 fand der offizielle Spatenstich auf deutscher Seite statt. Die Baustelle wurde im Laufe des Jahres vollständig erschlossen, nun folgt die Einrichtung des Baustellenareals an Land.

Auch an der Küste sind die Aktivitäten deutlich sichtbar. So ist das niederländische Konsortium FBC beispielsweise dabei, die Außenmolen für den deutschen Arbeitshafen zu bauen. Ebenso werden die Rückhaltedämme rund um den Bereich errichtet, in dem das deutsche Tunnelportal entsteht.

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