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Projektstand

Sommer 2024

Die Baustelle bei Rødbyhavn

Die Tunnelfabrik

Die große Fabrik bei Rødbyhavn, in der die 89 Tunnelelemente hergestellt werden, besteht aus insgesamt sechs Produktionslinien. Im Juli 2023 wurde dort mit der Betonage der Tunnelsegmente (ein Tunnelelement besteht aus neun Segmenten) begonnen. Mittlerweile hat die Produktion der Segmente an Fahrt aufgenommen und die ersten Elemente schauen aus den Fabrikhallen heraus. Außerdem wurden die drei großen Becken vor der Fabrik mit Wasser gefüllt. Über sie werden später die fertigen Tunnelelemente von der Fabrik in den Arbeitshafen transportiert.

In der Nähe der Produktionslinien wurden zwei große Betonmischanlagen errichtet, die zusammen über 600 m³ Beton pro Stunde produzieren können.

Dänischer Arbeitshafen

Seit Sommer 2022 ist der dänische Arbeitshafen in Betrieb. Über den Arbeitshafen werden Baumaterialien direkt zur Fehmarnbelt-Baustelle geliefert und somit das örtliche Straßennetz geschont. Etwa alle drei Tage kommt ein Frachtschiff an.

Östlich des Hafens wurden vier Silos errichtet, in denen Zuschlagstoffe wie Kies, Sand und Zement gelagert werden. Zu Spitzenzeiten werden im Arbeitshafen wöchentlich rund 70.000 Tonnen Stein, Zement, Sand, Kies und Stahl umgeschlagen.

Wohnanlage auf der dänischen Tunnelbaustelle

Die Wohnanlage mit über 1.300 Wohneinheiten ist im Sommer 2023 fertiggestellt worden. Neben einem Selbstbedienungs-Supermarkt befinden sich auch Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände. Rund 1200 Menschen leben derzeit in dem „Tunneldorf“.

Dänisches Tunnelportal

Sowohl auf der dänischen als auch auf der deutschen Seite werden große Portale gebaut, um die Straßen- und Schienenanbindungen mit dem Tunnel selbst zu verbinden. Am dänischen Tunnelportal haben die Arbeiten Anfang Mai 2022 begonnen.

Mittlerweile läuft der Bau des Tunnelabschnitts in offener Bauweise auf Hochtouren. Die ersten 100 Meter konnten bereits fertiggestellt werden. Über diesem fertigen Tunnelabschnitt wurde ein neuer Deich errichtet, der die neue Küstenlinie bildet. Der vorgelagerte, provisorische Deich wurde vollständig entfernt. Damit befindet sich der erste Teilbereich des Tunnels unter Wasser. Der Abschnitt des Tunnels in offener Bauweise, der nun unter Wasser liegt, wurde vorher mit Schotten wasserdicht abgeschlossen. Mit diesem Bereich des Portals wird dann das erste Absenkelement verbunden.

Arbeiten im Fehmarnbelt

Der 18 Kilometer lange Tunnelgraben ist fertig ausgehoben. Zudem wurden rund 2,2 Millionen Tonnen Granit für die neuen Molen und Rückhaltedämme auf dänischer Seite verlegt. Hinter den Rückhaltedämmen ist die Landgewinnung mit zuvor ausgehobenem Meeresboden in vollem Gange. Rund 300 Hektar neues Land entstehen an der Küste Lollands. Westlich des Fährhafens Rødbyhavn ist bereits ein neuer Strand für die Öffentlichkeit hergestellt worden.

Baustelle bei Puttgarden

Am 29. November 2021 fand der offizielle Spatenstich auf deutscher Seite statt. Die Baustelle wurde im Laufe des Jahres 2021 vollständig erschlossen und eingerichtet. Mittlerweile hat die rund 90 Hektar große Baustelle an Land deutlich sichtbar Form angenommen.

An Land

Künftig führt die E 47 sowie die neue Bahntrasse in das deutsche Tunnelportal. Für die neue Linienführung müssen insgesamt drei neue Brücken errichtet werden. Der Bau von zwei der drei Brücken läuft derzeit.

Der Verlauf der künftigen Bahntrasse in die Tunneleinfahrt ist bereits deutlich zu erkennen. Direkt am Marienleuchter Weg ist eine große Baugrube entstanden, in der eine Brücke über die Bahntrasse errichtet wird. Im ersten Schritt entstehen die Fundamente und Widerlager. Über die Brücke wird später der Marienleuchter Weg geführt.

Auch an der Brücke für die Autobahn E 47 über den neuen Marienleuchter Weg wird gebaut. Im ersten Schritt wurde ausgehobenes Erdmaterial von anderen Teilen der Baustelle genutzt, um den Boden an dieser Stelle zu stabilisieren. Dazu wurde ein mehrere Meter hoher Damm aufgeschüttet. Das Material wurde dann in der Mitte des Damms wieder abgetragen, um mit dem eigentlichen Brückenbau beginnen zu können. Mittlerweile läuft bereits der Bau der Fundamente der Brücke.

Ein Teil des marinen Aushubs aus dem Tunnelgraben wird auf der deutschen Baustelle zwischengelagert und nun sukzessive als Baumaterial u.a. für die Dämme wiederverwendet, auf denen die neue Autobahn E 47 entlangführen wird. Auf den vormaligen landwirtschaftlichen Flächen wurde zuvor Oberboden abgetragen, der während der Bauzeit zwischengelagert wird.

Ein Betonmischwerk ist auf der deutschen Tunnelbaustelle errichtet worden, das für den Bau des Tunnelportals und der drei Brücken benötigt wird. Das Material für die Betonherstellung wird vor allem über den Arbeitshafen angeliefert. So werden Transporte über die Insel vermieden.

An der Küste

Im Oktober 2021 hat der Bau der küstennahen Anlagen östlich des Fährhafens Puttgarden begonnen. Rund um das künftige Tunnelportal wurden Rückhaltedämme errichtet. Die so abgedichtete Baugrube für die künftige Tunneleinfahrt wurde trockengelegt und ausgehoben. Nun laufen dort die Arbeiten, um die Tunnelabschnitte in sogenannter offener Bauweise herzustellen. Dabei wird zunächst die Sohle, dann die Seitenwände und schließlich die Decke dieser Tunnelabschnitte an Land betoniert. Die so vor Ort hergestellten Segmente sind die ersten Abschnitte des Tunnels, in die man von Fehmarn aus in den Tunnel fährt.

Deutscher Arbeitshafen

Der deutsche Arbeitshafen ist im Juli 2023 in Betrieb gegangen. Über ihn wird die Baustelle an Land mit Material versorgt; Anlieferungen von Baumaterial per LKW auf dem Landweg können so vermieden werden. Zwei- bis dreimal pro Woche legen derzeit Schiffe mit Zuschlagsstoffen aus Dänemark oder Norwegen im Hafen an. Neben der Kaianlage befinden sich Silos für Zement und weitere Lagerflächen für die angelieferten Materialien.

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