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Dänemark ist um 30 Hektar neue küstennahe Natur gewachsen. Das Gebiet, das östlich der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn liegt, wurde aus ausgebaggertem Material aus dem Tunnelgraben für den Fehmarnbelt-Tunnel geschaffen. Das Areal ist der erste Teil der neuen Landgewinnungsflächen mit Küstennatur, das nun allen offen steht, die die Entwicklung der Natur aus nächster Nähe erleben möchten. Insgesamt erstrecken sich die Landgewinnungsflächen über eine Länge von sieben Kilometern entlang der Küste Lollands.
Die Einweihung des Gebiets wurde am Dienstagnachmittag, dem 1. September 2026, mit einem Lauf in Zusammenarbeit mit dem lokalen Laufverein EGI Løberne sowie mit Schülerinnen und Schülern der Bindernæs Efterskole und Nachbarn des Gebiets markiert. Anschließend gab es eine geführte Naturwanderung in das „neue Stück Dänemark“.
Die neue Landschaft wurde als abwechslungsreiches Küstengelände angelegt und umfasst unter anderem drei Teiche, die das Tier- und Pflanzenleben unterstützen sollen. Gleichzeitig ist das Gebiet so gestaltet, dass es den rauen Bedingungen am Fehmarnbelt mit starkem Wind, Wellen und Salzeinwirkungen aus dem Meer standhalten kann.
„Wir haben Aushubmaterialien vom Meeresboden wiederverwendet, um ein Gebiet zu schaffen, in dem die Menschen eine besondere küstennahe Natur mit Wanderwegen, Teichen und einem Tierleben mit Vögeln, Amphibien und Insekten erleben können“, sagt Ditte Hjort, Projektleiterin für die Naturmaßnahmen bei Sund & Bælt.
Ziel ist es, der Natur so weit wie möglich Raum zu geben, um sich auf natürliche Weise zu entwickeln, wobei sich Pflanzen und Tiere nach und nach aus den nahegelegenen Naturgebieten ausbreiten. An einzelnen Stellen wurde jedoch Erde ausgebracht, die vor dem Bau der Tunnelfabrik abgetragen und zwischengelagert wurde. Die Erde enthält Pflanzensamen, die sich mit der Zeit auf natürliche Weise in der neuen Landschaft ausbreiten werden.
„Das Schöne an diesem neuen Areal ist, dass man die Natur von Anfang an mitverfolgen kann. Unsere Hoffnung ist, dass sich das Gebiet zu einem einzigartigen Erlebnis für die Gäste entwickelt – mit Strandwiesen und einem reichen und vielfältigen Tier- und Pflanzenleben“, sagt Ditte Hjort.
Über das Fehmarnbelt-Projekt
Das Fehmarnbelt-Projekt ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Es umfasst einen 18 Kilometer langen Absenktunnel zwischen Dänemark und Deutschland sowie Landanlagen auf beiden Seiten. Der Tunnel erhält eine vierspurige Autobahn und zwei elektrifizierte Eisenbahngleise. Die Fahrzeit beträgt 10 Minuten mit dem Auto und sieben Minuten mit dem Zug. Die Verbindung soll Handel, Mobilität und Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südeuropa stärken. Das Projekt ist nutzerfinanziert und wird mit Unterstützung der EU-Kommission umgesetzt.
Die ersten drei Tunnelelemente wurden auf den Meeresboden vor Rødbyhavn abgesenkt.
Über Sund & Bælt
Sund & Bælt schafft dauerhafte Verbindungen und bessere Mobilität. Mit Fachwissen und Erfahrung aus komplexen Projekten entwickeln und betreiben wir zukunftssichere Infrastruktur, die Distanzen verkürzt, den Zusammenhalt stärkt sowie Dänemark und Mitteleuropa näher zusammenbringt.