Vorbereitungen für das Absenken der Tunnelelemente im Fehmarnbelt laufen
Die Vorbereitung des Spezialschiffs IVY, das eine Schlüsselrolle beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels spielt, steht kurz vor dem Abschluss. Die Zulassung des Absenkpontons liegt damit fast zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan.
Aktuell wird der Tunnelgraben für das Absenken vorbereitet. Der Graben wird an die Elemente angepasst. Der Auftragnehmer legt Kies aus, um einen ebenen Boden für die Tunnelelemente zu schaffen.
„Wir befinden uns im engen Austausch mit der obersten Führungsebene der großen Bauunternehmen, die den Tunnel bauen sollen. Unser Fokus liegt darauf, die aktuellen Herausforderungen zu lösen und Wege zu finden, die das Projekt voranbringen“, sagt Mikkel Hemmingsen, Vorstandsvorsitzer von Sund & Bælt, dem Mutterkonzern von Femern A/S.
Bislang wurden in der Fabrik auf Lolland 15 Tunnelelemente gefertigt – das entspricht den ersten 2,7 Kilometern des Tunnels. Das beauftragte Bauunternehmen geht davon aus, dass das erste Element im Frühjahr 2026 abgesenkt wird.
Die Verzögerung bedeutet jedoch, dass es nicht mehr realistisch ist, den Fehmarnbelt-Tunnel 2029 zu eröffnen.
Sund & Bælt wird daher nach dem Absenken der ersten Tunnelelemente einen neuen Gesamtzeitplan für das gesamte Projekt vorlegen. Die Verzögerung wird sich auch auf die Gesamtbaukosten des Projekts auswirken.
Wie die vorherigen großen Infrastrukturprojekte, die Sund & Bælt realisiert hat – die Storebælt- und die Øresund-Verbindung – wird auch der Fehmarnbelt-Tunnel nutzerfinanziert. Die Finanzierung erfolgt über Kredite, die aus den Mauteinnahmen zurückgezahlt werden. Eine erwartete Verzögerung und Verteuerung beeinflusst daher ausschließlich die Amortisationszeit.
Das Gesamtprojekt kann weiterhin wie geplant nutzerfinanziert umgesetzt werden. Die Rückzahlungszeit für den Fehmarnbelt-Tunnel und die Schienenanbindung in Dänemark wird voraussichtlich weiterhin im Rahmen des dänischen Baugesetzes liegen.