Premiere für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten:
Premiere für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten: Zum ersten Mal seit Beginn der Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel bei Puttgarden hat sich Daniel Günther einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten auf Fehmarn verschafft. Gemeinsam mit Mikkel Hemmingsen, Vorstandsvorsitzender von Sund & Bælt, dem Mutterkonzern von Femern A/S, und Matthias Laubenstein, Vertragsdirektor im Fehmarnbelt-Projekt und verantwortlich für Tunnelportale und -rampen, konnte Daniel Günther die künftige Einfahrt in den Fehmarnbelt-Tunnel auf deutscher Seite begutachten.
Die Arbeiten in diesem Bereich sind bereits sehr weit fortgeschritten. Über 80 Prozent des Rohbaus im Portalbereich sind abgeschlossen. Insgesamt entstehen hier 450 Meter Tunnel in offener Bauweise an Land, daran schließen sich 150 Meter Lichtübergangszone an. Aussparungen in der Decke werden für einen fließenden Übergang zwischen dem Tageslicht und dem Licht im Tunnel sorgen. Der nördlichste Tunnelabschnitt ragt bereits seit Herbst 2024 in die Ostsee. Mit ihm wird später das erste Absenkelement auf deutscher Seite verbunden.
Die Absenkelemente für den insgesamt 18 Kilometer langen Fehmarnbelt-Tunnel werden in der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn hergestellt. Von dort werden sie mit zwei großen Absenkpontons in den Fehmarnbelt transportiert und kontrolliert in den vorbereiteten Tunnelgraben abgesenkt. Bei den Absenkpontons handelt es sich um Spezialanfertigungen, die extra für unser Projekt gebaut wurden. Diese hochkomplexe Spezialanfertigung ist mit einiger Verspätung bei unserem Projekt eingetroffen. Seitdem werden die beiden Pontons intensiv getestet und von den Behörden abgenommen, die Zertifizierung steht kurz vor dem Abschluss. Danach folgen letzte Vorbereitungen sowie das Absenken des ersten Tunnelelements.
Mikkel Hemmingsen, Vorstandvorsitzender von Sund & Bælt, hob auf der Baustelle die Bedeutung des Fehmarnbelt-Tunnels für das europäische Verkehrsnetz hervor: ”Ich freue mich sehr, dem Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins die Größe und Bedeutung dieses Projekts näher bringen zu können. Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel entsteht eine wichtige direkte Verbindung zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein. Davon werden nicht nur die Menschen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts profitieren, sondern in ganz Europa. Dieses Jahr wird das erste Tunnelelement auf dänischer Seite abgesenkt und die feste Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland, zwischen Skandinavien und Europa, wird weiter Form annehmen. Aus einer Vision wird nun Realität.”
Die Baufortschritte auf der deutschen Tunnelbaustelle waren auch beim gemeinsamen Besuch der Aussichtsterrasse direkt neben der Baustelle sichtbar. Neben dem Ausblick auf das deutsche Tunnelportal bot sich hier ein direkter Blick auf zwei im vergangenen Sommer fertiggestellte Brücken. Sie dienen dazu, dass später Straße und Schiene in den Tunnel führen können.
Ministerpräsident Daniel Günther freut sich auf die neue Verbindung: „Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel entsteht etwas Besonderes im Ostseeraum. Er bietet die Chance, für uns in Schleswig-Holstein in Zukunft kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich noch enger mit unseren skandinavischen Nachbarn zusammenzuwachsen.“
Neben Daniel Günther nahmen auch Ostholsteins Landrat Timo Gaarz, Bürgermeister Jörg Weber (Fehmarn), Bürgermeister Peer Knöfler (Großenbrode), Bürgermeister Kuno Brandt (Heiligenhafen) sowie Thomas Keller, Sprecher des Projektbeirates, an dem Baustellenbesuch teil. Auf diese Weise boten sich auch Möglichkeiten für gemeinsame Gespräche und den Austausch untereinander.
Im Anschluss an den Baustellenbesuch nahm Ministerpräsident Günther am Neujahrsempfang von Femern A/S im Infocenter in Burg teil. In seinem Grußwort hob er vor den rund 100 Gästen die große Bedeutung der Festen Fehmarnbelt-Querung für Schleswig-Holstein hervor. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass für die erfolgreiche Umsetzung Dialog und Verständigung unerlässlich seien. Für ihn ein Ansporn, auch in Zukunft gemeinsam an einem Strang zu ziehen.