Ausgleichsmaßnahmen
Bei der Planung des Fehmarnbelt-Tunnels profitiert Sund & Bælt von den Erfahrungen, die beim Bau der festen Verbindungen über den Großen Belt und den Öresund gesammelt wurden. Dort konnten negative Auswirkungen auf die Umwelt durch eine sorgfältige und gewissenhafte Planung und Durchführung der Bauarbeiten vermieden werden.
Nicht vermeidbare Beeinträchtigungen werden kompensiert. So werden etwa Bereiche, in denen Zufahrtsstraßen, die Tunnelelementfabrik auf dänischer Seite, die Arbeitshäfen usw. errichtet werden, durch neue Naturflächen an anderen Stellen ersetzt.
Auf Lolland werden die durch den Bau und den Betrieb des fertigen Tunnels in Anspruch genommen Naturflächen mindestens im doppelten Umfang ausgeglichen.
Auch auf deutscher Seite wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. So wurden beispielsweise Ausgleichsflächen für verschiedene Vogelarten auf der Insel Fehmarn angelegt. Zudem wurden Ökopunkte von verschiedenen Ökokonten für Naturschutzprojekte in Schleswig-Holstein erworben.
Mehr geschützte Natur
Unser Ziel ist es, nicht nur mehr, sondern auch bessere Naturgebiete zu hinterlassen. Die neu geschaffenen Naturräume sollen sich zu Naturschutzgebieten entwickeln. Daher werden alle Initiativen sorgfältig begleitet, um sicherzustellen, dass sich die Natur tatsächlich in die gewünschte Richtung entwickelt.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Lungholm-See, der 2020 zusammen mit einem neuen Naturgebiet östlich der Baustelle in Rødbyhavn angelegt wurde. Nach nur vier Jahren wurde dieses Gebiet 2024 als Naturschutzgebiet mit einer vielfältigen Vogelwelt und geschützten Pflanzenarten ausgewiesen.
Weitere Beispiel für Ausgleichsmaßnahmen:
- Insgesamt entstehen über 600 Hektar neue Naturflächen auf deutscher und dänischer Seite.
- Südöstlich von Fehmarn werden in der Ostsee 42 Hektar Steinriffe wiederhergestellt, die im Zuge jahrzehntelanger Steinfischerei verloren gingen.
- An der Küste Lollands (nahe des landwirtschaftlichen betriebs Lidsø Gods) wurden 42 Hektar landwirtschaftliche Flächen in Feuchtgebiete umgewandelt.
- Bei Rødby auf Lolland entstehen 60 Hektar grüne Korridore.
- Insgesamt werden über 40 neue Kleingewässer auf Lolland angelegt.
- Auf Fehmarn wurden Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Vogelarten umgesetzt.
- In Deutschland wurden Ökopunkte von verschiedenen Ökokonten für Naturschutzprojekte in Schleswig-Holstein erworben.
Besuchen Sie uns in Rødbyhavn und Burg auf Fehmarn
Kommen Sie vorbei und besuchen Sie uns in einem der beiden Besucherzentren. In unserer Ausstellung in Rødbyhavn und in Burg auf Fehmarn erleben Sie den Bau des längsten Absenktunnels der Welt.