Sichere Arbeitsprozesse
Die beauftragten Bauunternehmen sind dafür verantwortlich, dass Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse auf der Baustelle so eingerichtet werden, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz oberste Priorität haben.
So haben die beauftragten Bauunternehmen umfangreiche Dokumentationspflichten und müssen nachweisen, dass sie Arbeitsschutzaspekte bei der Planung, Ausführung und Organisation berücksichtigt haben.
Zu den unterschiedlichen Initiativen zur Schaffung eines sicheren Arbeitsplatzes gehören unter anderem:
- Schulung relevanter Mitarbeiter im Bereich Arbeitssicherheit
- Unterstützung einer Sicherheitskultur, bei der jeder Verantwortung für die eigene Sicherheit sowie für die der Kollegen übernimmt, um Unfälle zu vermeiden
- Enge Zusammenarbeit zwischen Sund & Bælt, den beauftragten Unternehmen, den Arbeitsschutzbehörden in Dänemark und Deutschland sowie anderen relevanten Akteuren
- Regelmäßige Arbeitsschutzbesprechungen und Kontrollgänge auf der Baustelle mit den beauftragten Bauunternehmen
- Regelmäßige Arbeitsschutzkampagnen und weitere Aktivitäten
Schulungsmaßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Darüber hinaus stellen die Verträge mit den beauftragten Bauunternehmen Anforderungen an Aus- und Weiterbildung in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie an die Einrichtung eines Kontroll- und Sanktionssystems, um unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz zu vermeiden.
Dies beinhaltet zum Beispiel, dass:
- alle vor Betreten der Baustelle eine Sicherheitsschulung absolvieren müssen.
- Sund & Bælt die Tätigkeiten der Auftragnehmer überwacht.
- eine Reihe von Zielen bezüglich des Arbeitsschutzes festgelegt wurden, auf die die Auftragnehmer hinarbeiten müssen.
- die Vertragsparteien ihre auf der Baustelle gesammelten Erfahrungen regelmäßig austauschen, um die Bedingungen auf der Baustelle kontinuierlich verbessern zu können.
Unfallstatistik 2024
Die Unfallstatistik für 2024 gemäß dem dänischen Standard für die Meldung von Unfällen durch Bauherren, die gemeinsam von Bauherren im Infrastrukturbereich in Dänemark entwickelt wurden. Die Häufigkeitszahlen werden pro 1 Million Arbeitsstunden angegeben.
- „A-Quote“: Arbeitsunfälle aller am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels beteiligten Mitarbeiter - 19,9
- „B-Quote“: Arbeitsunfälle der am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels beteiligten Arbeiter - 27,9
- „C-Quote“: Arbeitsunfälle mit >1 Tag Abwesenheit aller am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels beteiligten Mitarbeiter - 5,2
- „D-Quote“: Arbeitsunfälle mit >1 Tag Abwesenheit der am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels beteiligten Arbeiter - 7,4