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Das Planfeststellungsverfahren in Deutschland

In Deutschland erfolgt die Prüfung und Genehmigung von Eisenbahn- und Straßenbauprojekten in der Regel durch ein Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende ein behördlicher Planfeststellungsbeschluss steht. Der Planfeststellungsbeschluss umfasst die technische und bauliche Ausführung, die Trassen- oder Linienführung sowie die Umweltauswirkungen der Bauwerke und der Bauarbeiten.
Am 31. Januar 2019 hat das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) des Landes Schleswig-Holstein den Planfeststellungsbeschluss für den Fehmarnbelt-Tunnel erteilt.

Femern A/S hatte den Planfeststellungsantrag gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Lübeck (LBV Lübeck), gestellt.

Hintergrund dieser Konstellation ist, dass der Bau von Fernstraßen in Deutschland nur durch deutsche Gebietskörperschaften oder Behörden beantragt werden kann. Infolge dessen ist der LBV Lübeck Vorhabenträger für den Straßenteil und Femern A/S Vorhabenträgerin für den Eisenbahnteil im Bereich des deutschen Hoheitsgebiets des Fehmarnbelt-Tunnels.

Planfeststellungsantrag in 2013

Der Antrag auf Planfeststellung für den deutschen Teil des Fehmarnbelt-Tunnels wurde im Oktober 2013 bei der Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde in Schleswig-Holstein, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Betriebssitz Kiel eingereicht. Das erste Anhörungsverfahren fand 2014 - 2015 statt. Insgesamt gingen dabei rund 3.100 Einwendungen und Stellungnahmen von Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Behörden ein.

Femern A/S und der LBV Lübeck erweiterten daraufhin den Antrag in enger Absprache mit den Behörden und im Ergebnis des Erörterungstermins für ein zweites Beteiligungsverfahren und aktualisierten ihn in einigen Bereichen. Dabei wurden die Ergebnisse des ersten Anhörungsverfahrens ebenso berücksichtigt wie neue relevante Gerichtsurteile zu anderen Vorhaben, geänderte Richtlinien, erneute Untersuchungen der Umweltbedingungen und Anforderungen deutscher Behörden. So enthielt der geänderte Antrag beispielsweise einen neuen Bericht gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie, erweiterte Planungen für Umweltausgleichsmaßnahmen und Umweltkontroll- und Überwachungsprogramme.

Antrag auf Planänderung in 2016

Am 13. Juni 2016 stellten Femern A/S und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Lübeck (LBV Lübeck), als Co-Vorhabenträger für den Straßenteil des Tunnels, bei der Planfeststellungsbehörde den Antrag auf Planänderung. Die Planänderungsunterlagen wurden im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Fehmarnbelt-Tunnel vom 12. Juli bis 12. August 2016 öffentlich ausgelegt. Im Laufe der Einwendungsphase wurden rund 12.600 Einwendungen und Stellungsnahmen eingereicht, die nachfolgend von den Vorhabenträgern schriftlich erwidert wurden. Im Sommer 2017 fand hierzu ein weiterer Erörterungstermin unter Leitung der Anhörungsbehörde statt. Seit 01.01.2018 ist das neu gebildete Amt für Planfeststellung Verkehr Schleswig-Holstein (APV) für das Verfahren zuständig. Seit dem 1. Januar 2018 ist das neu gebildete Amt für Planfeststellung Verkehr Schleswig-Holstein (APV) für das Verfahren zuständig. Dieses hat am 31. Januar 2019 den Planfeststellungsbeschluss für den Fehmarnbelt-Tunnel erlassen.


Am 31. Januar 2019 hat das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) des Landes Schleswig-Holstein den Planfeststellungs-Beschluss für den Fehmarnbelt-Tunnel erteilt.

Der Antrag auf Planfeststellung für den Fehmarnbelt-Tunnel basiert auf umfassenden Untersuchungen, die vor allem deutsche und dänische Experten in den Bereichen Umwelt, Sicherheit auf See, Geotechnik, Tunnelsicherheit und Notfälle sowie das technische Beratungsbüro Rambøll-Arup-TEC mehrere Jahre lang durchgeführt haben. Dementsprechend enthält der Antrag eine ausführliche Beschreibung des zu errichtenden Tunnels sowie der Wahl der Linienführung, der Bauverfahren, der technischen Bauwerksalternativen und nicht zuletzt der Umweltauswirkungen des Projekts.

Planfeststellungsunterlagen online einsehbar

Auf dem Online-Portal der Planfeststellungsverfahren in Schleswig-Holstein können Sie die festgestellten Planunterlagen zum Fehmarnbelt-Tunnel abrufen.

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