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Drei Konsortien wollen Umspannwerk für den Fehmarnbelt-Tunnel bauen

25-06-21

Drei Konsortien, die sich für den Bau des Umspannwerks auf Lolland beworben haben, wurden nun von Femern A/S präqualifiziert. Das Umspannwerk wird die Anlagen im Fehmarnbelt-Tunnel sowie die Züge in den Bahnröhren mit Ökostrom versorgen. Darüber hinaus soll das Umspannwerk Strom für E-Autos liefern.

Die Stromversorgung des 18 Kilometer langen Fehmarnbelt-Tunnels muss permanent gewährleistet sein. Das ist wichtig, da in den Straßenröhren alle wichtigen Komponenten wie Lüftung und Beleuchtung elektrisch betrieben und in den Bahnröhren die Züge mit Strom versorgt werden. Zu diesem Zweck wird eigens für den Tunnel ein großes Umspannwerk in der Nähe des Tunnelportals bei Rødbyhavn errichtet.

Neben den Zügen und den Anlagen für den Fehmarnbelt-Tunnel wird das Umspannwerk auch zehn Kilometer Bahntrasse auf Lolland mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Darüber hinaus soll die Anlage auch eine größere Ladestation für E-Autos mit Energie versorgen können.

Der Vertrag für den Bau des Umspannwerks hat einen Umfang von mehreren Millionen Euro. Insgesamt hatten sich fünf große Konsortien beworben.

Nach eingehender Prüfung hat Femern A/S nun drei Konsortien vorausgewählt. Am weiteren Verlauf der Ausschreibung bis zur endgültigen Vergabe des Vertrages nehmen teil:

  • Bravida-Efacec-GE-Consortium (Dänemark, Portugal, Deutschland)
  • Elecnor (Spanien)
  • Siemens Aarsleff (Dänemark)

Alle drei Konsortien erfüllen die hohen wirtschaftlichen und technischen Anforderungen, die von Femern A/S im Vertrag festgeschrieben wurden, um das Umspannwerk schon jetzt auf die elektrischen Antriebssysteme der Zukunft vorbereiten zu können.

„Das Umspannwerk in Rødbyhavn und der Tunnel selbst leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Verkehrssektor. Mit den drei Konsortien, die sich für diese wichtige Aufgabe bewerben, sind wir sehr zufrieden”, sagt Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender von Femern A/S.

Femern A/S rechnet damit, dass die vorläufigen Angebote der Anbieter bis Ende dieses Jahres eingehen. Das endgültige Angebot wird für Mitte 2022 erwartet. Die Vertragsvergabe ist für Herbst 2022 geplant. Die Installationsarbeiten sollen Anfang 2023 beginnen.