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Molche und Frösche auf Fehmarn erfolgreich umgesiedelt

06-11-19

Sie sind besonders geschützt: Kammmolche, Teichmolche und Teichfrösche auf der Insel Fehmarn. Deshalb hat Femern A/S bis zum Sommer 2019 knapp 1900 der Tiere umgesiedelt, die in Gewässern in der Nähe der künftigen Baustelle laichen.

Seit 2015 hatten Experten die Amphibien jeweils zwischen April und Juni unter anderem mit Keschern eingesammelt und in weit außerhalb der geplanten Baustelle gelegene Gewässer gebracht. So fanden 203 Kammmolche, 1575 Teichmolche und 104 Teichfrösche neue Lebensräume. Umgesiedelt wurden nicht nur die erwachsenen Tiere, sondern auch die Larven.

„Mit der Umsiedelung schützen wir die auf der Insel heimischen Amphibien, bevor die Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel auf Fehmarn beginnen“, sagt Stefanie Knörck, Projektmanagerin beim Bauherrn Femern A/S. 

Damit die Molche und Frösche in Zukunft nicht auf die Baustelle gelangen können, hat Femern A/S im April dieses Jahres einen Amphibienzaun östlich der Bahnlinie auf Fehmarn errichtet. Dieser verhindert, dass die Tiere in ihre Winterquartiere auf der anderen Seite des Zauns einwandern.

Gleichzeitig wurden am Fuße des Zauns Überwinterungshabitate aus Steinen, Totholz und Erde hergestellt. So können sich die Kammmolche geschützt weiterentwickeln. Bei dem Amphibienzaun handelt es sich um eine Auflage im Planfeststellungsbeschluss und eine von zahlreichen Umweltmaßnahmen, die Femern A/S vor dem Bau des Tunnels umsetzt.

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird Fehmarn mit dem dänischen Lolland verbinden. An den Umweltuntersuchungen für den Tunnel – den umfangreichsten in der dänischen Geschichte – waren über Jahre mehr als 200 internationale Experten beteiligt.

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