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Frösche siedeln sich in Teichen an: Tierschutz vor Tunnelbau wirkt

21-05-19

Wenn der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels in Dänemark startet, greift das in den Lebensraum von Tieren und Pflanzen ein. Deshalb schafft Bauherr Femern A/S Ausgleichsflächen für die Arten, die auf der künftigen Baustelle heimisch sind. Jetzt zeigen die ersten Umweltmaßnahmen Wirkung.

In neu angelegten Teichen bei Rødbyhavn auf Lolland tummeln sich bereits von der EU besonders geschützte Frösche, Kröten und Molche. 

„Hier haben unter anderem Springfrösche gelaicht, und seit kurzem schwimmen Kaulquappen in den Teichen“, sagt Jens Brenner, Umweltexperte bei Femern A/S. „Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass das, was wir hier machen, tatsächlich wirkt: Wir haben Lebensräume für die Frösche, Kröten und Molche geschaffen, die wir schützen müssen und wollen.“

Dabei handelt es sich um den Spitzmaulfrosch, den Springfrosch, die Grüne Kröte und den Kammmolch. „Wir sind verpflichtet, uns um diese Arten besonders zu kümmern“, sagt Brenner. „Bereits vor vier Jahren haben wir deshalb die ersten Teiche auf Lolland angelegt, die wir pflegen und deren Entwicklung wir laufend beobachten. Nun können wir mit Sicherheit sagen, dass sich die von der EU besonders geschützten Arten in den Teichen angesiedelt haben.“

Die Teiche sind nur ein Beispiel für die vielen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen, mit denen Femern A/S die Auswirkungen des Tunnelbaus auf Tiere und Pflanzen ausgleicht.
Auch im Bereich der künftigen, sehr viel kleineren Baustelle in Deutschland sind erste Umweltmaßnahmen angelaufen. Im April hat Femern A/S einen Amphibienzaun auf Fehmarn errichtet, der die dort heimischen Kammmolche schützen soll – schon lange, bevor die Bauarbeiten für den Tunnel auf der Insel beginnen. 

„Außerdem haben wir direkt am Zaun Winterquartiere für die Tiere gebaut“, sagt Matthias Laubenstein, Chef des Planfeststellungsverfahrens bei Femern A/S. „Beides sind Auflagen im Planfeststellungsbeschluss.“

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird Fehmarn mit dem dänischen Lolland verbinden. An den Umweltuntersuchungen für den Tunnel – den umfangreichsten in der dänischen Geschichte – waren über Jahre mehr als 200 internationale Experten beteiligt.

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