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Neue Wege und Krötenzäune: Tunnel-Vorbereitungen in Dänemark

24-10-18

Auf einem großen Gelände im dänischen Rødbyhavn wird derzeit die Baustelle für den Fehmarnbelt-Tunnel vorbereitet.

Der 18 Kilometer lange Absenktunnel wird die Insel Lolland künftig mit der deutschen Insel Fehmarn verbinden. Die Fahrt auf die andere Seite des Belts dauert nach dem Bau nur noch zehn Minuten im Auto.

„Um die Tunnelelemente zu produzieren, müssen wir eine Baustelle auf einer 150 Hektar großen Fläche vorbereiten, damit diese für die Bauunternehmen bereit ist“, sagt Henrik Schjøler Dahl, Designmanager bei der Projektgesellschaft Femern A/S.

Vor dem Bau untersuchen Archäologen des Museums Lolland-Falster das Gelände. Hier haben die Forscher etwa schon Rinderschädel und Pfeilspitzen, Feuerstein, Knochen und eine 5000 Jahre alte Fischfalle ans Tageslicht befördert.

In der Vorbereitungsphase entstehen in Rødbyhavn Zufahrtswege, Fußwege und Versorgungsleitungen für Strom und Wasser. Aktuell hat der Bauherr Femern A/S einen Auftrag für einen Teil dieser Aufgaben ausgeschrieben. Dabei geht es etwa um Erdarbeiten und Entwässerung.

Die aktuelle Ausschreibung ist Teil eines Abkommens, das die Unterstützerparteien des Fehmarnbelt-Tunnels im dänischen Parlament im Frühjahr eingegangen sind. Dieses ermöglicht vorbereitende Arbeiten für umgerechnet rund 53,6 Millionen Euro.

Zum Schutz der heimischen Tierarten entsteht ein Krötenzaun entlang der geplanten Wege - „ein Beispiel dafür, wie wir bei den Bauarbeiten Rücksicht auf die Natur nehmen“, sagt Anders Bjørnshave, Leiter der Umweltabteilung bei Femern A/S. „Zu diesem Zweck haben wir umfassende Umweltuntersuchungen durchgeführt.“ 

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