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Impulse für die Logistik

18-10-18

Der Fehmarnbelt-Tunnel schließt eine Lücke im europäischen Verkehrsnetz und schafft neue Möglichkeiten für den Verkehr von Personen und Waren zwischen Deutschland und Skandinavien.

Auch im digitalen Zeitalter bleibt moderne Infrastruktur für Straße und Schiene ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Fehmarnbelt-Tunnel schließt eine Lücke im europäischen Verkehrsnetz und schafft neue Möglichkeiten für den Verkehr von Personen und Waren zwischen Deutschland und Skandinavien. 

Der Ausbau des skandinavisch-mediterranen Korridors der sogenannten Transeuropäischen Netze und deutlich kürzere Transportzeiten tragen somit dazu bei, Logistik effizienter zu gestalten. Lieferketten können im grenzüberschreitenden Geschäft neu geordnet werden. Neue Möglichkeiten entstehen, wenn Zeit und Kosten für den Transport sinken. 

Was der Ausbau der Infrastruktur bedeutet, verdeutlichte Lars Friis Cornett, Deutschland-Direktor der zuständigen Projektgesellschaft Femern A/S am 18. Oktober bei einer Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin: 

„Kein Warten an der Fähre, mehr Flexibilität bei der Abwicklung von Aufträgen und kürzere Transportzeiten auf ausgebauten Verkehrswegen: Das sind Potenziale für die Logistik. Davon profitieren Dienstleister entlang der gesamten Lieferkette - bis hin zum Endkunden.“ 

Bei Deutschlands größtem Kongress der Logistikbranche sprach Cornett neben Alexander Doll, der im Vorstand der Deutschen Bahn AG den Bereich Güterverkehr und Logistik verantwortet, und weiteren Vertretern über die künftigen Entwicklungen. Cornett betonte in der von Heike van Hoorn, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrsforums, moderierten Paneldiskussion, dass moderne Infrastruktur auch weiterhin essenziell sei.

So werde es mit dem Fehmarnbelt-Tunnel deutlich leichter, grenzüberschreitende Geschäfte abzuwickeln: „Damit eröffnen sich neue Marktchancen auch für kleine und mittelständische Betriebe aus Norddeutschland,“ ist sich Cornett sicher.

Der rund 18 Kilometer lange Absenktunnel zwischen Puttgarden und Rødby wird sein Potenzial zusammen mit seiner Anbindung von Straßen- und Schienenwegen auf deutscher wie dänischer Seite entfalten. Die Anbindung Skandinaviens an Mitteleuropa verbessert sich nicht zuletzt merklich beim Schienengüterverkehr. Züge sparen künftig rund 160 Kilometer Umweg über die Jütlandroute dank Elektrifizierung und durchgehend zweigleisigem Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Lübeck und Ringsted.

Das Projekt eröffnet so ganz neue Möglichkeiten: Für den Transport von Gütern, aber auch für Pendler in der Region wie für Reisende zwischen den Metropolen Kopenhagen und Hamburg. Cornett verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Unterstützung für das Vorhaben auf europäischer Ebene. Für die Europäische Kommission habe der Fehmarnbelt-Tunnel und die dazugehörigen Projekte auf dänischer wie deutscher Seite eine hohe Priorität.


Kein Warten an der Fähre, mehr Flexibilität bei der Abwicklung von Aufträgen und kürzere Transportzeiten auf ausgebauten Verkehrswegen: Das sind Potenziale für die Logistik.

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