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Selbstfahrende Autos: Fehmarnbelt-Tunnel ist fit für die Zukunft

04-10-18

Autos können den Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland autonom durchqueren

Was vor wenigen Jahrzehnten noch Science-Fiction war, wird langsam Wirklichkeit: In Zukunft werden auf unseren Straßen voraussichtlich selbstfahrende Autos, fahrerlose Busse und automatisierte Lastwagen unterwegs sein. Der weltweit längste Absenktunnel, der zwischen Dänemark und der Ostseeinsel Fehmarn entsteht, ist fit für den Verkehr der Zukunft.

„Viele unserer Kunden werden in selbstfahrenden Autos und Lastwagen sitzen“, sagt Peter Henningsen, Designmanager für Installationen beim Tunnel-Bauherren Femern A/S. „Daraus können wir Vorteile ziehen, weil die fahrerlose Technologie die Nutzung des Tunnels verbessern kann.“

Unter anderem macht sie es möglich, Kapazitäten auf den Straßen besser auszunutzen und die Verkehrssicherheit im 18 Kilometer langen Tunnel zu optimieren.

„Wir verfolgen besonders die Entwicklung in der modernen Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur“, erzählt Henningsen. „So können wir den Tunnel dazu bringen, mit den Fahrzeugen zu kommunizieren, wenn die Technologie dazu bereit ist.“ Die könnte es ermöglichen, wichtige Verkehrsinformationen aus dem Tunnel direkt an die fahrerlosen Autos zu senden.

„Neue Technologien zu integrieren und willkommen zu heißen hat viele Vorzüge“, sagt Henningsen. „Aber das Wichtigste ist natürlich, dass sie die Sicherheit erhöhen.“

In bestimmten Abschnitten des Tunnels befinden sich Untergeschosse für die technische Ausrüstung. So können die Tunnelmitarbeiter Ausrüstung und Verkehrsleitsysteme direkt vor Ort ohne Beeinflussung des Verkehrs warten und erneuern, wenn neue Technologien zugänglich sind. 

„Während der langen Lebensdauer des Tunnels entwickeln sich ja ständig neue Technologien“, sagt Henningsen. „Deshalb richten wir den Tunnel so ein, dass er auch in ferner Zukunft noch neueste Technologien integrieren und nutzen kann.“

Weitere Informationen: Inga Karten, Pressesprecherin Deutschland, Femern, +49 30 28 87 65 995, ikn@femern.dk


Fakten über den Fehmarnbelt-Tunnel:

  • Der rund 18 km lange Tunnel wird zwischen Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland und Puttgarden auf Fehmarn gebaut.
  • Der Tunnel wird der längste Absenktunnel der Welt.
  • Er umfasst eine zweigleisige, elektrifizierte Bahnstrecke und eine vierspurige Au-tobahn. Damit wird er auch der längste Tunnel der Welt für Autos und Züge.
  • Wenn der Tunnel fertig ist, wird die Reise über den Fehmarnbelt sieben Minuten im Zug und zehn Minuten im Auto dauern.
  • Es wird etwa 8,5 Jahre dauern, den Tunnel zu bauen.
  • Die Betonkonstruktionen des Tunnels sind darauf ausgelegt, mindestens 120 Jahre zu halten. 
  • Für die Finanzierung des Tunnels ist Dänemark verantwortlich. Der Tunnel ist nutzerfinanziert. Die Mauteinnahmen des Tunnels dienen zur Tilgung der Kredite. Das Finanzierungssystem ist das Gleiche wie etwa für die Öresundquerung.

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