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Fehmarnbelt-Tunnel lockt Unternehmen in die Belt-Region

04-09-18

Verkauf von Gewerbeflächen in Lübeck boomt – Noch höhere Nachfrage mit Tunnelbau erwartet

Im Herzen der Fehmarnbelt-Region steht Ostholstein und den dänischen Inseln Lolland und Falster eine starke wirtschaftliche Zukunft bevor. Anzeichen dafür gibt es jetzt schon auf beiden Seiten des Belts. Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel als größtem Zugpferd siedeln sich immer mehr Firmen auf den Inseln im Süden Dänemarks an. Aber auch zwischen Hamburg und Fehmarn haben Unternehmen und Kommunen das Potenzial längst erkannt. In Lübeck sind Gewerbeflächen begehrt.

In der Hansestadt bereitet man sich gezielt auf die Entwicklungen vor, die durch den Ausbau der Zukunftsachse Hamburg-Kopenhagen erwartet werden. In den letzten Jahren sei die Nachfrage nach Gewerbeflächen im Stadtgebiet überproportional stark gestiegen, erklärt die Wirtschaftsförderung Lübeck. Zudem seien zwischen 2015 und 2017 pro Jahr mehr als doppelt so viele Gewerbeflächen verkauft worden wie im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Wir gehen nicht davon aus, dass sich diese Entwicklung mit dem Bau des Tunnels umkehren wird. Eher im Gegenteil“, sagt Christoph Bergob-Jachens, bei der Wirtschaftsförderung zuständig für Unternehmensansiedlung. „Derzeit planen wir im Lübecker Süden an der A20 neue Gewerbeflächen, um im ersten Bauabschnitt hinsichtlich der lokalen und überregionalen Nachfrage neue Standorte anbieten zu können.“ Auf Sicht sollen noch mehr Flächen dazukommen – etwa zur Bestandsentwicklung und für Technologieunternehmen mit Hochschulbezug.

Auch Konsul Bernd Jorkisch, Vorstandschef des Vereins HanseBelt e.V., ist überzeugt davon, dass die Region von der schnellen Anbindung an Skandinavien profitieren wird. „Dieser Tunnel schafft es, die HanseBelt-Region, die sich zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der Insel Fehmarn erstreckt, zu einer besonders zukunftsfähigen Wirtschaftsregion heranwachsen zu lassen“, sagt Jorkisch. Schon zu Zeiten der Seidenstraße habe sich gezeigt: Neue Handelswege führen zu mehr Wachstum und mehr Wohlstand.

Um diese Entwicklung zu steuern, wurde das Regionalmanagement im HanseBelt ins Leben gerufen – gemeinsam sind hier die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg, Stormarn sowie die Stadt Lübeck mit ihren Wirtschaftsförderungen und der IHK sowie der HanseBelt e.V. organisiert. Ziel ist, die Attraktivität und Wirtschaftskraft der Region durch gemeinsames Planen vor dem Hintergrund des geplanten Tunnelbaus zu stärken.

In einem ersten Schritt geht es darum, den Bedarf an neuen Gewerbeflächen in der Region zu untersuchen. „Die Prognose soll als Argumentationsgrundlage zur Ausweisung von künftigen Gewerbeflächen dienen, um damit dann schließlich in die Vermarktung zu gehen“, sagt Hendrik Juhnke, Regionalmanager bei der IHK.

„Die Qualität des Wirtschaftsstandortes HanseBelt, als Teilregion der Metropolregion Hamburg und deren Ostseezugang, steigt mit der Festen Fehmarnbeltquerung deutlich“, bewertet Jorkisch. „Das haben große Unternehmen wie IKEA schon vor Jahren erkannt und mit dem Blick auf das Jahrhundertbauwerk direkt an der Entwicklungsachse groß gebaut“, erinnert sich der Vorstandschef von HanseBelt e.V. „Genauso hat die CITTI Handelsgesellschaft über 100 Mio. Euro in die Erweiterung ihres Lübecker Centers gesteckt, weil man von der steigenden Standortattraktivität überzeugt ist und vorbereitet sein will – insofern ist der Fehmarnbelt-Tunnel schon heute ein Gewinn für uns alle“.

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