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Femern A/S benennt bevorzugte Bieter

04-03-16

Das parlamentarische Steuerungsgremium des Fehmarnbelt-Tunnels in Dänemark hat Femern A/S am 4. März 2016 das Mandat erteilt, die bevorzugten Bieter für die Hauptbauverträge bekannt zu geben. Bedingte Verträge sollen spätestens bis Mitte Mai 2016 abgeschlossen werden.

Bedingte Verträge bedeuten, dass endgültige und verbindliche Bauverträge mit den ausgewählten Baukonsortien unterschrieben werden, gleichzeitig jedoch die Bauarbeiten erst beginnen können, wenn eine deutsche Baugenehmigung vorliegt. Die Verträge sind bis Ende 2019 gültig, zu welchem Zeitpunkt die Möglichkeit einer Neuverhandlung besteht.

Sobald die genaueren Konditionen für die bedingten Verträge endgültig zwischen Femern A/S und den ausgewählten Baukonsortien geklärt wurden, wird Femern A/S das endgültige Ergebnis dem dänischen Verkehrs- und Bauministerium vorlegen, bevor die Verträge im Mai 2016 unterschrieben werden.

Die Stellungnahme des parlamentarischen Steuerungsgremiums des Fehmarnbelt-Tunnels vom 4. März 2016 finden Sie auf der Webseite des dänischen Verkehrs- und Bauministeriums unter www.trm.dk (auf Dänisch). Weitere Informationen, Abbildungen und Videos über den Fehmarnbelt-Tunnel finden Sie hier.

Etwaige Anfragen richten Sie bitte an Ajs Dam, Direktor Kommunikation, Femern A/S, Telefonnummer +45 40 41 72 30 oder per E-Mail an ajs@femern.dk.

Der Forligskreds hat Femern A/S am 4. März 2016 das Mandat erteilt, die bevorzugten Bieter für die Hauptbauverträge bekannt zu geben.

Die Baukonsortien

Vertrag für den Bau des nördlichen Teils des Tunnels

Konsortium: Femern Link Contractors (FLC)
Unternehmen:
VINCI Construction Grands Projets S.A.S. (Frankreich)
Per Aarsleff Holding A/S (Dänemark)
Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (Deutschland)
Max Bögl Stiftung & Co. KG (Deutschland)
CFE SA (Belgien)
Solétanche-Bachy International S.A.S. (Frankreich)
BAM Infra B.V. (Niederlande)
BAM International B.V. (Niederlande)
Subunternehmer: 
Dredging International N.V. (Belgien)
Berater:
COWI A/S (Dänemark)

Vertrag für den Bau des südlichen Teils des Tunnels

Konsortium: Femern Link Contractors (FLC)
Unternehmen:
VINCI Construction Grands Projets S.A.S. (Frankreich)
Per Aarsleff Holding A/S (Dänemark)
Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (Deutschland)
Max Bögl Stiftung & Co. KG (Deutschland)
CFE SA (Belgien)
Solétanche-Bachy International S.A.S. (Frankreich)
BAM Infra B.V. (Niederlande)
BAM International B.V. (Niederlande)
Subunternehmer: 
Dredging International N.V. (Belgien)
Berater:
COWI A/S (Dänemark)

Vertrag für den Aushub des Tunnelgrabens und Landgewinnungsarbeiten

Konsortium: Fehmarn Belt Contractors (FBC)
Unternehmen:
Boskalis International B.V. (Niederlande)
HOCHTIEF Solutions AG (Deutschland)*
Ed. Züblin AG (Deutschland)*
Van Oord Dredging and Marine Contractors B.V. (Niederlande)
Berater:
SWECO Danmark A/S (Dänemark)

*nominated subcontractors

Vertrag für den Bau der Portalbauten und Rampen

Konsortium: Femern Link Contractors (FLC)
Unternehmen:
Per Aarsleff Holding A/S (Dänemark)
VINCI Construction Grands Projets S.A.S. (Frankreich)
Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (Deutschland)
Max Bögl Stiftung & Co. KG (Deutschland)
CFE SA (Belgien)
Solétanche-Bachy International S.A.S. (Frankreich)
BAM Infra B.V. (Niederlande)
BAM International B.V. (Niederlande)
Berater:
COWI A/S (Dänemark)

Über die Verträge

Vertrag für den Bau des nördlichen Teils des Tunnels

Der etwa 18 Kilometer lange Absenktunnel besteht aus 89 großen Tunnelelementen aus Beton. Die Tunnelelemente werden in einer eigens für diesen Zweck errichteten Fabrik östlich von Rødbyhavn in Dänemark gegossen. In den Aufgabenbereich der Bauunternehmen fallen also der Bau der Fabrik, das Gießen der Tunnelelemente, das Schleppen der Elemente zum Tunnelgraben und deren Absenken in den zuvor im Meeresboden ausgehobenen Graben. Außerdem gehört hierzu das Abdecken der Tunnelelemente, auf die abschließend eine Steinschicht als oberste Schutzschicht aufgebracht wird.

Vertrag für den Bau des südlichen Teils des Tunnels

Der etwa 18 Kilometer lange Absenktunnel besteht aus 89 großen Tunnelelementen aus Beton. Die Tunnelelemente werden in einer eigens für diesen Zweck errichteten Fabrik östlich von Rødbyhavn in Dänemark gegossen. In den Aufgabenbereich der Bauunternehmen fallen also der Bau der Fabrik, das Gießen der Tunnelelemente, das Schleppen der Elemente zum Tunnelgraben und deren Absenken in den zuvor im Meeresboden ausgehobenen Graben. Außerdem gehört hierzu das Abdecken der Tunnelelemente, auf die abschließend eine Steinschicht als oberste Schutzschicht aufgebracht wird.

Vertrag für den Aushub des Tunnelgrabens und Landgewinnungsarbeiten

Am Meeresboden im Fehmarnbelt wird ein etwa 18 Kilometer langer Graben ausgehoben, in den die Tunnelelemente abgesenkt werden. Der Graben muss so groß sein, dass er die gut 40 Meter breiten und bis zu 15 Meter tiefen Tunnelelemente aufnehmen kann. Die Linienführung für den Graben verläuft von einem Punkt etwas östlich von Puttgarden auf Fehmarn zu einem Punkt etwas östlich von Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland. Der Aushub wird zur Anlage der neuen großen Landgewinnungsflächen – Halbinseln – zwischen Puttgarden und dem Dorf Marienleuchte auf Fehmarn sowie östlich und westlich von Rødbyhavn verwendet.

Vertrag für den Bau der Portalbauten und Rampen

Zum einen werden zwischen den Tunneleinfahrten und den vorhandenen Schienen- und Straßennetzen im Hinterland neue Autobahnen gebaut und neue Schienen verlegt. Zum anderen umfasst dieser Vertrag den Bau der großen Portalbauwerke, über die der Verkehr in den Tunnel geführt wird. Die Portalbauwerke nehmen auch die technischen Anlagen auf und enthalten eine Reihe weiterer Funktionen. 

Weitere Verträge

Neben den Hauptbauverträgen umfasst der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels noch weitere kleinere Verträge. Hierbei handelt es sich unter anderem um die elektrischen und mechanischen Anlagen, die Eisenbahnanlagen, die landschaftliche Gestaltung sowie die auf dänischer Seite zu errichtende Mautanlage. Diese Verträge werden zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet.

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