Femern
Search

Dänische Umweltverträglichkeitsstudie für die Feste Fehmarnbeltquerung zur öffentlichen Anhörung eingereicht

28-06-13

Die dänische Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) für die Feste Fehmarnbeltquerung ist jetzt fertiggestellt und kann den dänischen Behörden und Bürgern vorgelegt werden. Am 28. Juni 2013 läutete Verkehrsminister Henrik Dam Kristensen das Anhörungsverfahren für das Projekt ein.

Die Feste Fehmarnbeltquerung besteht aus einer zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke und einer vierspurigen Autobahn. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf der Eisenbahnstrecke 200 km/h und auf der Autobahn 110 km/h betragen. Nach Fertigstellung der Festen Fehmarnbeltquerung Ende 2021 wird die Fahrt unter dem Fehmarnbelt mit dem Zug etwa sieben Minuten und mit dem Auto etwa zehn Minuten dauern.

Die Behörden in Deutschland und Dänemark müssen prüfen, ob das Projekt Feste Fehmarnbeltquerung genehmigt werden kann, und entscheiden, welche Bedingungen für das Bauvorhaben gelten sollen. Jetzt beginnt die öffentliche Anhörung zur Umweltverträglichkeitsstudie in Dänemark, das deutsche Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich später im Jahr 2013 anlaufen.   

UVS-Verfahren nach vierjähriger Untersuchung 

Das dänische Verkehrsministerium führt die Anhörung auf der Grundlage der dänischen Umweltverträglichkeitsstudie durch, die Femern A/S nach gut vier Jahren umfassender Untersuchungen ausgearbeitet hat.   

Im gesamten Anhörungszeitraum vom 28. Juni 2013 bis 20. September 2013 hat die Öffentlichkeit – Bürgerinnen und Bürger, Behörden, NGOs und Unternehmen – die Möglichkeit, Ideen, Vorschläge und Stellungnahmen einzureichen.   

Als Teil der öffentlichen Anhörung ist eine Veranstaltung am Donnerstag, den 29. August 2013, 17.00 – 20.00 Uhr in Lalandia, Rødby, geplant, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen.   

Nach Ende des Anhörungszeitraums wird der Verkehrsminister in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Femern A/S alle eingegangenen Vorschläge und Anmerkungen zum Projekt in einer Abschließenden Unterrichtung beantworten.   

Auf der Grundlage der Abschließenden Unterrichtung und der Umweltverträglichkeitsstudie wird ein Entwurf für ein Baugesetz ausgearbeitet, der voraussichtlich Ende 2014 ins dänische Parlament eingebracht wird.   

Als technische Vorzugslösung ist der Absenktunnel genannt, in der Umweltverträglichkeitsstudie werden jedoch auch andere technische Lösungsvarianten beschrieben. Der Entwurf des Baugesetzes wird eine Empfehlung für die endgültige technische Lösung für die feste Querung und die dänischen Hinterlandanbindungen enthalten.   

Nach Verabschiedung des Baugesetzes im dänischen Parlament und dem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses in Deutschland kann Femern A/S Bauverträge abschließen und somit mit dem Bau der Festen Fehmarnbeltquerung beginnen. 

Zeitplan 

Normalerweise ist der Anhörungszeitraum für eine Umweltverträglichkeitsstudie in Dänemark auf acht Wochen angesetzt, doch da die Anhörung unmittelbar vor den Sommerferien beginnt, wurde beschlossen, den Anhörungszeitraum auf 12 Wochen zu verlängern.   

Ein zusammenfassender Bericht der Umweltverträglichkeitsstudie für die Feste Fehmarnbeltquerung kann während des gesamten Anhörungszeitraums auf www.hoeringsportalen.dk eingesehen werden. Darüber hinaus veröffentlicht Femern A/S die Umweltverträglichkeitsstudie sowie alle zugehörigen Untersuchungsberichte und Visualisierungsanhänge auf www.vvmunterlagen.femern.de.   

Femern A/S arbeitet in der kommenden Zeit weiterhin an den drei zentralen Verfahren bei der Planung der Festen Fehmarnbeltquerung:   
  • Dänisches Genehmigungsverfahren 
  • Deutsches Planfeststellungsverfahren 
  • Ausschreibung und Vorbereitung für die Bauphase
Der Entwurf des Baugesetzes kann vermutlich Ende 2014 zur Lesung ins dänische Parlament eingebracht werden, sodass das Gesetz Anfang 2015 verabschiedet werden kann. Der deutsche Planfeststellungsbeschluss wird im ersten Halbjahr 2015 erwartet.   

Die eigentlichen Bauarbeiten am Querungsbauwerk mit den dazugehörigen Rampenanlagen werden somit im Sommer 2015 beginnen können. Ziel ist es, den Tunnel zwischen Puttgarden und Rødbyhavn Ende 2021 zu eröffnen.

Diese Website verwendet Cookies um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Wenn Sie auf „weiter“ klicken, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Lesen Sie hier mehr

OK