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Neun internationale Bauunternehmerkonsortien zum ersten Briefing bei Femern A/S

27-08-13

Die Angebotsphase für das Infrastrukturprojekt am Fehmarnbelt kommt jetzt richtig in Gang. Femern A/S ist dabei, die Bauunternehmerkonsortien zu ermitteln, die am Ende den Zuschlag für den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung erhalten sollen.

Am Dienstag, dem 27. August 2013 fanden sich mehr als 60 Führungskräfte der insgesamt neun internationalen Baukonsortien, die für die Ausschreibung präqualifiziert sind, zum Austausch mit Vorstand und Ressortleitern von Femern A/S in Kopenhagen ein.

„Für uns von Femern A/S war das ein sehr bedeutender Tag. Wir sprechen von Aufträgen im Wert von jeweils mehreren hundert Millionen EUR. Da ist es wichtig für uns, dass die Bauunternehmer uns gründlich kennenlernen und das Vorhaben im vollen Umfang verstehen, damit die Zusammenarbeit und das Projekt ein Erfolg werden. Über die technischen Fähigkeiten hinaus erfordert dies Führungsqualität und Überblick seitens der ausführenden Unternehmen“, sagt Steen Lykke, Technischer Direktor von Femern A/S.

Femern A/S hat neun große Konsortien von Bauunternehmen zur Abgabe von Angeboten für die vier Hauptbaulose für die Feste Fehmarnbeltquerung präqualifiziert. Die vier Hauptbaulose sind: 1) Tunnel Nord, 2) Tunnel Süd, 3) Portale und Rampen sowie 4) Aushub- und Landgewinnungsarbeiten. Für jedes dieser Baulose sind zwischen drei und fünf Konsortien zur Abgabe von Angeboten präqualifiziert worden.  

Das Treffen in Kopenhagen am Dienstag markiert den Beginn der Angebotsphase, die 2015 mit der Unterzeichnung der Bauverträge abgeschlossen sein wird. Voraussetzung für die Auftragserteilung ist, dass das dänische Parlament ein Baugesetz für die Feste Fehmarnbeltquerung verabschiedet und dass die Behörden in Schleswig-Holstein einen Planfeststellungsbeschluss erteilt haben.

Bei der Ausschreibung handelt es sich um ein langes und gründliches Verfahren, in dem jeder Bieter überzeugend darlegen muss, dass er die Anforderungen des Bauherrn erfüllen kann, die sich unter anderem auch auf Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsbedingungen erstrecken. Die Bieter müssen nachweisen, dass sie über die erforderliche Finanzkraft und die benötigten technischen und Management-Kompetenzen verfügen. Darüber hinaus sollen sie zeigen, dass sie ihre Aufgaben im Rahmen der gestellten Anforderungen auf zuverlässige und innovative Art und nicht zuletzt zu einem wettbewerbsfähigen Preis erfüllen können.

„Wir sind mit der Veranstaltung und dem regen Austausch sehr zufrieden, der ja eine Voraussetzung für ein gelungenes Projekt ist. Die Baukonsortien zeigen ein starkes Interesse an dem Projekt, und wir erwarten einen fairen Wettbewerb hinsichtlich Arbeitsverfahren, Innovation und Preis. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir am Ende dieses Prozesses die besten Baukonsortien benennen können, die die Aufgabe und unsere Anforderungen erfüllen können“, sagt Steen Lykke.    

Die den neun Konsortien angehörenden Bauunternehmen stammen aus Dänemark, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Südkorea. Hinzu kommen Unternehmen aus Großbritannien und USA, die mit einigen der neun Gruppen verbunden sind. 

Vertreter aller Konsortien werden im November 2013 nach Schleswig-Holstein und Lolland-Falster reisen, um sich persönlich ein Bild von den Bauarealen bei Puttgarden und Rødbyhavn zu machen. Dieser Besuch steht im Zusammenhang mit einer sogenannten „Pre-Bid Conference“, d. h. einer Vorkonferenz zur Angebotsabgabe, auf der die Anforderungen an die einzureichenden Ausschreibungsangebote sowie die für die Bautätigkeit auf deutschem und dänischem Hoheitsgebiet geltenden Bedingungen detailliert erläutert werden.

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