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Unfallprävention

Die Bauweise des Fehmarnbelt-Tunnels beugt Unfällen vor. Eine gute Prävention senkt das Risiko von Unfällen oder anderen Gefährdungen im Tunnel nachdrücklich.

Schon die Bauweise des Tunnels und der darin vorhandenen Ausrüstung und Technik reduziert die Gefahr schwerer Unfälle auf ein Minimum. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf beiden Seiten des Fehmarnbelts arbeiten darüber hinaus an einem gemeinsamen Konzept für Notfälle und Rettungseinsätze.

Der Tunnel enthält fünf baulich getrennte Röhren, die untereinander durch Notausgänge verbunden sind: zwei Röhren für den Zugverkehr in jeweils einer Richtung, zwei Röhren für den Autoverkehr in jeweils einer Richtung sowie einen Korridor zwischen den beiden Straßenröhren auf der gesamten Länge des Tunnels. Etwa alle 100 Meter führt eine Fluchttür in die nächste benachbarte Röhre, was im Notfall eine schnelle Evakuierung in einen sicheren Bereich ermöglicht. Außerdem wird der gesamte Tunnel mit modernsten Verkehrsüberwachungssystemen ausgestattet.

Kein Gegenverkehr

Die Straßenröhren des Tunnels sind jeweils nur in einer Richtung befahrbar. Dadurch werden Autofahrer nicht durch die Scheinwerfer des Gegenverkehrs geblendet. Jede der Straßenröhren enthält zwei Fahrstreifen und einen Seitenstreifen auf der gesamten Länge des Tunnels. Die Leitplanken sind so konstruiert, dass sie bei einer Kollision die Aufprallenergie und damit die Unfallfolgen mindern. 

Auch in den Eisenbahnröhren fahren die Züge nur jeweils in eine Richtung. Weder im Tunnel selbst noch in der Nähe der Einfahrtsrampen gibt es Weichen, die einen Zug auf das falsche Gleis führen könnten. Auf beiden Seiten der Gleise gibt es Fluchtwege auf Zugtürhöhe, die so konstruiert sind, dass die Folgen einer Entgleisung gering gehalten werden.

Etwa alle 100 Meter führt eine Fluchttür in die nächste benachbarte Röhre.

Wussten Sie schon...?

...dass Femern A/S, die Deutsche Bahn, Banedanmark und Vertreter von Zivilschutzbehörden, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Deutschland und Dänemark rund 500 Unfallarten analysiert und Notfallpläne für jede erdenkliche Lage im Tunnel entwickelt haben?

Überwachung ermöglicht schnelles Eingreifen

Der Tunnel wird rund um die Uhr von einer Leitzentrale aus überwacht, die sich auf der dänischen Seite des Fehmarnbelts in der Nähe des Tunnelportals befindet, unter anderem mithilfe von Kameras in den Straßenröhren. Der Bahnverkehr wird zusätzlich von einer Verkehrsleitzentrale in Kopenhagen aus überwacht. Beide Zentralen sind rund um die Uhr besetzt.

Auf Unregelmäßigkeiten im Tunnel kann so sofort reagiert werden, zum Beispiel, wenn sich ein Auto auffällig bewegt oder ein Zug außerplanmäßig hält. Auch die Temperatur, die Luftqualität und das Verkehrsaufkommen in den Tunnelröhren werden laufend überwacht. Über Radio, Wechselverkehrszeichen und Funk werden Autofahrer und Zugpersonal über die aktuellen Bedingungen im Tunnel informiert. Sollte sich ein Unfall ereignen, leiten die Katastrophenschutzbehörden einen sorgfältig geplanten Rettungs- und Evakuierungseinsatz ein.