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Finanzierung

Die finanzielle Situation des Projekts Fehmarnbelttunnel ist solide, was in der Finanzanalyse für das Projekt dokumentiert ist.

Diese Analyse wurde 2016 nach einer sorgfältigen Prüfung der Finanzen, der Risiken und der Rücklagen durch unabhängige externe Wirtschaftsprüfer veröffentlicht. Aus der Analyse geht unter anderem hervor, dass die für die Finanzierung der Querung auf-genommenen Kredite innerhalb von 36 Jahren zurückgezahlt werden können. 

Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit 7,1 Mrd. Euro veranschlagt. Dank der Festpreisverträge konnte der größte Teil dieser Summe finanziell abgesichert werden. Zusätzlich wurden nach der sorgfältigen externen Prüfung der Gesamtfinanzierung und Risiken des Projekts Rücklagen in Höhe von 1 Mrd. Euro für den Tunnelbau gebildet. 

Im Finanzierungsmodell für das Projekt Fehmarnbelttunnel ist vorgesehen, dass die Kosten für das Projekt über Kredite finanziert werden, die durch staatliche Bürgschaften abgesichert sind. Die Rückzahlung der Kredite erfolgt über Mautgebühren der Reisenden, die Straßen- und Bahnstrecke nutzen. Mit anderen Worten sind es die zukünftigen Nutzer des Fehmarn-belttunnels, die die Kosten für das Bauwerk tragen werden.

Femern A/S hat im Februar 2016 eine Analyse der Gesamtfinanzierung des Projekts vorgelegt, einschließlich Baukosten, Betriebs- und Instandhaltungskosten, Reinvestitionen, EU-Fördermittel, Einnahmen aus Maut- und Eisenbahngebühren sowie Zinsaufwendungen. Diese Analyse zeigt, dass die Finanzierung des Projekts solide ist und dass die Kredite innerhalb von 36 Jahren zurückgezahlt werden können. 

Hier finden Sie die Finanzanalyse der Festen Fehmarnbeltquerung inkl. der dänischen Hinterlandanbindungen.

Hier finden Sie ein Memo zur Finanzanalyse 2016.

Generell basiert die Analyse der Projektfinanzen auf konservativ angesetzten Voraussetzungen. Zentrale Parameter, wie Verkehrsprognosen, Baukosten, Höhe der Rücklagen, wurden von unabhängigen Experten einer externen Überprüfung unterzogen.

Die veranschlagten Kosten für den Bau des Fehmarnbelttunnels belaufen sich auf 7,1 Mrd. Euro, einschließlich Rücklagen in Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Höhe der Rücklagen wurde von dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY auf der Grundlage einer sorgfältigen externen Prüfung der Finanzen und Risiken des Projekts festgelegt. Hier finden Sie den vollständigen Bericht auf der Webseite des dänischen Verkehrsministeriums (auf Dänisch).

Die vier Hauptbauverträge, die gemeinsam den größten Teil des Tunnelbaus abdecken, ma-chen den größten Posten des Baukostenetats aus. Nach intensiven Verhandlungen mit den Bauunternehmern gelang es Femern A/S, die zuerst angebotenen Preise um 1 Mrd. Euro zu senken, ehe am 30. Mai 2016 bindende Bauverträge unterzeichnet wurden.  

In der Finanzanalyse wird die Amortisationszeit des Fehmarnbelt-Tunnels auf 36 Jahre berechnet. Darin eingeschlossen ist die Finanzierung der dänischen Schienenanbindung.

Wussten Sie schon ...?

... dass die Finanzanalyse von einem Realzins von 3 Prozent ausgeht?

... dass der Realzins am Großen Belt und am Öresund in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt bei 2 bzw. 1,8 Prozent lag?

... dass ein Realzinssatz von 2 Prozent statt 3 Prozent eine Verkürzung der Amortisationszeit von 9 Jahren bedeutet?

Das Projekt Fehmarnbelttunnel ist ein langfristig angelegtes Projekt und wird über Kredite fi-nanziert. Demzufolge wird die finanzielle Situation des Projekts erheblich durch Zinsen beein-flusst. Da der dänische Staat für die Finanzierung des Projekts bürgt, können die Kredite zu günstigen Zinsbedingungen aufgenommen werden. Dieses Modell, auch als Staatsgaran-tiemodell bekannt, wurde schon zur Finanzierung der Querungen über den Großen Belt und den Öresund verwendet. 

Bei der Berechnung der Kosten für das Projekt Fehmarnbelttunnel wurde, als konservative Annahme, ein Realzins von 3 Prozent zugrunde gelegt. Tatsächlich können Kredite aber heute zu einem deutlich niedrigeren Zinssatz, aufgenommen werden. Derzeit ist der Zinssatz bei rund 0 Prozent. Der Realzins hat große Auswirkungen auf die Amortisationszeit. Würden die Kredite zu einem Realzins von 3 Prozent aufgenommen, betrü-ge die Amortisationszeit 36 Jahre. Würde das Geld stattdessen zu einem Realzins von 2 Pro-zent geliehen, betrüge die Amortisationszeit 27 Jahre – also 9 Jahre weniger.

Seit Vorlage der letzten Finanzanalyse im Februar 2016 hat A/S Femern Landanlæg, vor dem Hintergrund der politischen Vereinbarung über die Feste Fehmarnbeltquerung vom 04. März 2016, eine Zinssicherung vorgenommen. Dies bedeutet, dass es in Zukunft möglich sein wird, einen Kredit zur Etablierung der dänischen Bahnanbindung in Höhe von circa 6 Milliarden DKK zu dem momentanen Zinsniveau von ca. 0% Realzins nach momentanen Inflationserwartungen aufzunehmen. Diese Maßnahme allein bewirkt für das gesamte Femern-Projekt eine Verkürzung des Rückzahlungszeitraums um drei Jahre.

Aktuell wird in der Politik über eine Verringerung der Maut für den Großen Belt um 25% diskutiert. Eine Vergünstigung dieser Maut würde auch den Rückzahlungszeitraum für die Feste-Fehmarnbeltquerung beeinflussen. Lesen Sie hier den Vorschlag der Regierung sowie die Pressemitteilung des dänischen Transportministeriums.

Für die Verkehrsentwicklung nach Eröffnung des Tunnels wurde eine umfassende Prognose ausgearbeitet. Der Tunnel wird für eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren gebaut. Die Verkehrsprognose dient daher zur Vorhersage der allgemeinen Entwicklung von Verkehrsauf-kommen und -mustern über einen längeren Zeitraum, anstatt Zahlen für das präzise Ver-kehrsaufkommen in jedem einzelnen Jahr zu nennen. Die Verkehrsprognose wurde von den deutschen Beratungsunternehmen Intraplan und BVU ausgearbeitet wurde. Beide erstellen bereits seit 30 Jahren im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung Verkehrsprognosen für das Bundesverkehrsministerium.

Ihre Vorhersagen basieren auf der jeweils aktuellen Verkehrssituation sowie auf Modellbe-rechnungen und gründen sich im größtmöglichen Umfang auf Primärdaten, zum Beispiel offi-zielle Zahlen zum Wirtschaftswachstum, demographische Entwicklungen und Verkehrsge-wohnheiten. Alle Unterlagen und Ergebnisse sind öffentlich einsehbar. Anschließend wurde die Prognose einer Qualitätssicherung in Form einer Prüfung durch das Beratungsunterneh-men COWI unterworfen. Hier finden Sie den vollständigen Bericht auf der Webseite des dänischen Verkehrsministeriums (auf Dänisch).

Eine weitere Verkehrsprognose wurde vom Beratungsunternehmen Tetraplan anhand des Verkehrsmodells Trans Tools der Europäischen Kommission erstellt. Wissenschaftler der Co-penhagen Business School haben darüber hinaus den Zusammenhang zwischen Wirtschafts- und Verkehrswachstum analysiert.

Eigentümer der Festen Fehmarnbeltquerung ist Dänemark. Die dänische Hinterlandanbindung in Form des Ausbaus und der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke zwischen Ringsted und Rødby ist ein Infrastrukturprojekt, dessen Kosten auf insgesamt 1,3 Mrd. Euro, einschließlich Rücklagen in Höhe von 0,3 Mrd. Euro, veranschlagt wurden und es wird aus den Überschüs-sen der Fehmarnbeltquerung finanziert.