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So wird der Fehmarnbelt-Tunnel gebaut

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird als ein 17,6 km langer Absenktunnel für den kombinierten Schienen- und Straßenverkehr gebaut.

Der Absenktunnel wird aus hohlen Betonelementen bestehen, die in einem eigens zu diesem Zweck errichteten Werk in Rødbyhavn hergestellt werden.

Im Meeresboden wird ein Graben ausgehoben, in den der Tunnel eingebettet wird. Der Graben im Meeresboden wird bis zu 60 m breit, 16 m tief und 18 km lang. Insgesamt werden ca. 19 Mio. Kubikmeter Meeresboden ausgehoben. Dieser Aushub wird für die Entwicklung von ca. 3 Quadratkilometern Landgewinnungsflächen genutzt, die auf beiden Seiten des Fehmarnbelts entstehen. Der größte Teil der Landgewinnung wird auf dänischer Seite erfolgen.

Hier finden Sie nähere Informationen über die Landgewinnungsflächen auf Lolland.

Nach Aushub des Grabens im Meeresboden werden die Tunnelelemente von der Produktionsstätte zur gewünschten Stelle im Fehmarnbelt geschleppt und dort in den Graben abgesenkt. Jedes Element wiegt 73.000 Tonnen. Da sie jedoch hohl und mit Schotten abgedichtet sind, sind sie schwimmfähig. Für den Transport eines Elements in den Fehmarnbelt sind einige Schlepper notwendig. Am Meeresboden werden die einzelnen Tunnelelemente miteinander verbunden, bis sie einen Tunnel bilden.

Dieses Video fasst zusammen, wie der Fehmarnbelt-Tunnel gebaut wird:

Der Fehmarnbelt-Tunnel erhält 10 Spezialelemente mit einem zusätzlichen Untergeschoss. Das erleichtert die Wartung und den Betrieb des Tunnels.

Wussten Sie schon …?

... dass Femern A/S vier technische Lösungen für die Errichtung einer Festen Fehmarnbeltquerung geprüft hat – einen Absenktunnel, einen Bohrtunnel, eine Schrägkabelbrücke und eine Hängebrücke?

... dass der Absenktunnel 2011 als die bevorzugte technische Lösung für eine Feste Fehmarnbeltquerung gewählt wurde?


Nach Fertigstellung der Tunnelröhren werden die technischen Anlagen im Tunnel eingebaut: Gleisanlagen für die elektrifizierte Bahn, Kommunikationssysteme, Beleuchtung, Belüftung, Transformatoren und Pumpen. Anders als beim Öresundtunnel erhält der Fehmarnbelt-Tunnel 10 Spezialelemente mit einem zusätzlichen Untergeschoss. 

Spezialelemente werden in einem Abstand von ca. 2 Kilometern in den Tunnel eingebaut. Sie bieten Platz für Betriebseinrichtungen für die Wartung und Betrieb des Tunnels. Dadurch wird der Fehmarnbelt-Tunnel kostengünstiger und leichter zu warten. Gleichzeitig werden große Mengen an Beton eingespart, weil die Standardelemente kleiner sein können.

Unten sehen Sie die beispielhafte Darstellung eines Spezialelements: