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Transport der Tunnelelemente

Jedes Tunnelelement wird mit vier Schleppern von der Produktionsstätte zu einem Wartebereich in der Nähe des Tunnelgrabens im Fehmarnbelt geschleppt.

Auf volle Kontrolle kommt es an – von dem Augenblick an, in dem ein Tunnelelement im Dock der Produktionsstätte Wasser unter den „Kiel“ bekommt, bis es auf See sicher in den Tunnelgraben abgesenkt wurde. An jedes Tunnelelement werden zwei Hightech-Absenkpontons angeschlagen, durch die sich die Lage des Tunnelelements im Wasser und der spätere Absenkvorgang von der Kommandobrücke aus genau steuern lassen.

In der Fabrik wird das Tunnelelement zunächst an beiden Enden mit wasserdichten Stahlschotten versehen. Die Schotten sorgen dafür, dass das rund 72.000 Tonnen schwere Element innen trocken bleibt und trotz seines enormen Gewichts schwimmfähig ist. Im Prinzip verhält sich das Element wie ein hohler, mit Luft gefüllter Schiffsrumpf.

Towing the tunnel elements Oresund.
Auf dem Bild sehen Sie ein Tunnelelement des Øresundtunnels auf dem Weg aus der Produktionsstätte zu seiner Absenkposition, nachdem zwei Hightech-Absenkpontons montiert wurden.

Bevor das Tunnelelement an Ort und Stelle geschleppt wird, wird es innen mit einem System aus Ballasttanks versehen, die in der Regel zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden. Der Wasserstand in den einzelnen Tanks kann von der Kommandobrücke der Absenkpontons aus verändert werden. So kann der Pontonführer die Lage des Elements im Wasser jederzeit nach den aktuellen Wellen- und Strömungsbedingungen ausrichten.

Es dauert ca. 1-3 Tage, um ein Tunnelelement präzise und sicher auf seine Position im Tunnelgraben abzusenken.

Wussten Sie schon...?

... dass die rund 72.000 Tonnen schweren Elemente trotz des enormen Gewichts schwimmfähig sind?

... dass die Elemente innen trocken bleiben und schwimmen können, weil sie durch Stahlschotten abgedichtet werden?

... jedes Tunnelelement von vier Schleppern zum Tunnelgraben bugsiert wird?

Vier Schlepper im Sondereinsatz

Für den Transport eines Tunnelelements von der Produktionsstätte bis zu seiner Position im Tunnelgraben werden nach derzeitiger Planung bis zu vier Schlepper benötigt. Mitarbeiter von Femern A/S, den beteiligten Bauunternehmern, den dänischen und deutschen Seeschifffahrtbehörden und dem eigens am Fehmarnbelt eingerichteten Koordinationszentrum kümmern sich darum, dass diese Fahrten reibungslos verlaufen. Wachschiffe beobachten während des gesamten Vorgangs den Schiffsverkehr.

Towing the tunnel elements at Oresund
Ein Tunnelelement für den Öresundtunnel wird von vier Schleppern an seine Absenkposition transportiert.

Der stark befahrene Fehmarnbelt ist für die Kapitäne der Schlepper während des Transports der schweren Tunnelelemente eine echte Herausforderung. Durch die hohe Last ist die Manövrierfähigkeit der Schlepper eingeschränkt, so dass jede Fahrt genau geplant und umsichtig durchgeführt werden muss. Während des Transports schaut ein Tunnelelement etwa einen halben Meter aus dem Wasser heraus.

Vorübergehende Wartezone

Wenn ein Tunnelelement seine Absenkposition über dem Tunnelgraben erreicht hat, wird es vorübergehend in einer Wartezone vor Anker liegen, bis Femern A/S und die beteiligten Bauunternehmer grünes Licht für das Absenken erteilen. Dafür müssen u.a. die Wetterbedingungen stimmen und alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sein. Es dauert ca. 1-3 Tage, um das Element präzise und sicher auf seine Position im Tunnelgraben abzusenken. Jedes der 217 Meter langen Elemente muss ganz genau positioniert werden – die Toleranzschwelle beträgt rund 5 Zentimeter.