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Fundament des Absenktunnels

Am Boden des ausgehobenen Tunnelgrabens wird ein Fundament angebracht, damit die Tunnelelemente nach dem Absenken stabil im Tunnelgraben liegen.

Die Tunnelelemente werden erst nach Erstellung des Fundaments abgesenkt und dann fest miteinander verbunden und mit Steinen, Kies und Sand stabilisiert.

  • Das Fundament am Boden des Tunnelgrabens besteht aus einer bis zu 1 Meter dicken Gründungsschicht aus faustgroßen Schottersteinen.
  • Eine Schicht aus grobem Kies trägt zur seitlichen Stabilisierung der Tunnelelemente in ihrer endgültigen Position bei.
  • Über dem Kies wird eine Schicht aus grobem Sand angelegt.
  • Darauf kommt die oberste Schicht, die etwa 1 Meter dick ist und aus kleinen und großen Steinen besteht. Auf den Steinen lagert sich mit der Zeit Sand ab, wodurch die oberste Schicht auf dem Großteil der Tunnelstrecke mit dem Meeresboden abschließen wird.

Weiterentwicklung am Öresund

Früher bestand die Fundament-Standardlösung für Absenktunnel darin, Sand unter die abgesenkten Tunnelelemente zu pumpen, doch für den Absenktunnel unter dem Öresund entwickelten die Ingenieure eine präzisere und effektivere Lösung. Anstatt ein Sandfundament jeweils nach dem Absenken eines Elements einzuspülen, wurde vor dem Absenken der Elemente ein Schotterbett angelegt. Dieses Verfahren hat sich seitdem bewährt und wird deswegen auch für den Absenktunnel unter dem Fehmarnbelt angewendet.

Die Oberflächen-Genauigkeit des fertigen Schotterbetts liegt bei ca. 2 bis 3 Zentimetern bei Wassertiefen von bis zu 40 Metern – eine Präzisionsarbeit.

Wussten Sie schon...?

... dass das Wasser, das sich anfangs zwischen den abgesenkten Tunnelelementen befindet, abgepumpt wird?

... dass die Tunnelelemente unter Wasser von einem Hydraulikarm fest aneinander gezogen werden?

... dass die Autobahn an der tiefsten Stelle im Tunnel knapp 40 Meter unter der Meeresoberfläche verläuft?

.. dass der Einsatz von Spezialelementen im Fehmarnbelt-Tunnel eine Innovation ist?

Lasertechnik und Echolot

Das Schotterbett wird nach und nach angelegt, so dass das Fundament jeweils kurz vor dem Absenken eines neuen Tunnelelements frisch entsteht. Von einem speziell konstruierten Lastkahn fällt der Schotter durch ein Fallrohr in den ausgehobenen Tunnelgraben hinab. Fallrohr und Schotterzufuhr können so gesteuert werden, dass die Dosierung genau ist und die am Boden entstehende Fundamentschicht perfekt eben wird.

Lasermessungen sorgen dafür, dass das Fallrohr während des Vorgangs stets in der richtigen Position gehalten wird. Anschließend wird mittels Echolot gemessen, ob die aufgebrachte Schotterschicht eben und waagerecht ist. Die Oberflächengenauigkeit des fertigen Schotterbetts liegt bei ca. 2 bis 3 Zentimetern bei Wassertiefen von bis zu 40 Metern – eine Präzisionsarbeit.