Femern
Search

So wird der Tunnel gebaut

Mit einer Länge von 18,2 Kilometern wird der Fehmarnbelt-Tunnel der weltweit längste Absenktunnel für den kombinierten Straßen- und Schienenverkehr.

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird fünf Mal so lang wie der Tunnelabschnitt der Öresundquerung zwischen Kopenhagen und Malmö und somit der weltweit längste Tunnel dieser Art. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird als Absenktunnel für den Bahn- und Autoverkehr gebaut. Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels erfolgt nach denselben Prinzipien, die sich beim Bau des Tunnels am Öresund erfolgreich bewährt haben. Seit Fertigstellung der Öresundquerung im Jahr 2000 wurden die einzelnen Verfahren und Technologien auf der Grundlage internationaler Erfahrungswerte weiterentwickelt und an die Bedingungen am Fehmarnbelt angepasst.

Effiziente Baumethode

Der Absenktunnel wird aus 89 Elementen bestehen, die in einer Fabrik in Rødbyhavn aus Stahlbeton gefertigt werden. Es gibt zwei Arten von Tunnelelementen: 79 Standardelemente und 10 Spezialelemente. Die Spezialelemente verfügen über ein Untergeschoss zur Aufnahme von technischen Anlagen, was den Bau und die spätere Instandhaltung des Tunnels vereinfacht. Die Tunnelelemente werden in industrieller Serienproduktion hergestellt, was den Bau besonders effizient macht.
DIE BAUMETHODE FÜR DEN FEHMARNBELT-TUNNEL WURDE bereits FÜR DEN BAU DES TUNNELABSCHNITTS DER ÖRESUND-QUERUNG ENTWICKELT UND DORT ERFOLGREICH ANGEWANDT.

Wussten Sie schon...?

... dass es zwei Arten von Tunnelelementen gibt: 79 Standard- und 10 Spezialelemente?

... dass jedes Standardelement ein Gewicht von etwa 73.000 Tonnen und eine Länge von 217 Metern hat?

... dass der Fehmarnbelt-Tunnel der weltweit längste Absenktunnel für den Straßen- und Bahnverkehr wird?

Sichere Position am Meeresboden

Jedes fertige Tunnelelement wird an den Enden mit großen Stahlschotten versehen, damit es schwimmen kann, und zunächst in ein Hafenbecken direkt an der Fabrik bugsiert. Von hier aus wird das Element an die Stelle im Fehmarnbelt geschleppt, an der es eingesetzt werden soll. Dort wird das Element kontrolliert und präzise in einen im Meeresboden ausgehobenen Graben abgesenkt. Die ersten Elemente an den küstenseitigen Tunnelenden werden an die Portalanlagen angeschlossen, die am Übergang zwischen Land und Meer errichtet werden. Dann werden auf beiden Seiten so lange weitere Elemente angesetzt, bis die beiden Tunnelenden etwa in der Mitte des Fehmarnbelts mit einem Sonderelement verbunden werden.

Die Tunnelelemente werden nach dem Zusammenfügen mit Kies und Sand seitlich verfüllt und von oben mit großen Steinen abgedeckt. Die oberste Steinschicht schließt in etwa bündig mit dem Meeresboden ab. So wird der Absenktunnel sicher und vor Schiffsankern und Kollisionen geschützt unter dem Meeresboden liegen.