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Lernen und studieren in zwei Ländern

Die Fehmarnbeltregion schafft für Jugendliche in Deutschland und Dänemark zahlreiche grenzübergreifende Bildungsangebote.

Ob in der Schule, in der Berufsausbildung oder im Hochschulstudium - Erfahrungen im und mit dem Nachbarland werden ein stetig wichtigerer Bestandteil der Ausbildung. Projektwochen, Praktika oder Austauschsemester zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark stärken neben kulturellen und sprachlichen Kompetenzen der Jugendlichen durch die fortschreitende Integration des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes die wirtschaftliche Entwicklung in der Fehmarnbeltregion.

Zwei Länder – eine Ausbildung

Durch das 2005 neu in Kraft getretene Berufsbildungsgesetz werden Ausbildungsabschnitte, die im Ausland absolviert werden, nun erstmals als gleichwertiger Teil einer Berufsausbildung im dualen System anerkannt. So können Auszubildende/ Lehrlinge bis zu einem Viertel Ihrer Ausbildungs- bzw. Lehrzeit im Ausland verbringen. In Zeiten eines immer stärker zusammenwachsenden Europas ist der Ausbau der Verbundausbildungen eine logische Folge. Deshalb arbeiten dänische und deutsche Arbeitsmarktakteure daran, längere Phasen der Berufsausbildung im Ausland, für bestimmte Berufe bzw. Gewerke, zu verwirklichen.

Die Agentur für Arbeit und Handwerkskammer Lübeck sowie die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck wollen z.B. in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für berufsorientierte Ausbildungen Lolland-Falster (CELF) Auszubildenden und Lehrlingen aus der Fehmarnbelt-Region und ihren Ausbildungsbetrieben eine dänisch-deutsche Berufsausbildung ermöglichen. 2012 gab es einen ersten Praktikaaustausch zwischen Azubis aus Lolland und Ostholstein. 

Ein Video von CELF über Berufspraktika im Ausland können Sie sich hier ansehen.

In dem im Juli 2015 gestarteten Projekt "Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro" unterstützen die dänischen Jobcenter Guldborgsund und Lolland, CELF sowie die Handwerkskammer Lübeck, die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und die Agentur für Arbeit Lübeck dänische Berufsschüler, die ihre praktische Ausbildung im deutschen Teil der Fehmarnbeltregion absolvieren. Ziel ist die Stärkung des gemeinsamen Arbeits- und Ausbildungsmarkts in der Fehmarnbeltregion.

Weitere Informationen zum Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro finden Sie hier.

Deutsch- und Dänischkenntnisse verbessern die Möglichkeiten der einwohner der Fehmarnbeltregion auf dem Arbeitsmarkt, der künftigt nicht mehr an der Landesgrenze endet.

Wussten Sie schon, dass...

... die Einwohner der Fehmarnbeltregion durch Deutsch- und Dänischkenntnisse ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern?  

... insgesamt knapp 9 Millionen Menschen in der Fehmarnbeltregion leben?

„Über die Ostsee – für die Zukunft“

Sprachen lernen hat schon immer den Horizont von Menschen erweitert. Dänisch- und Deutschkenntnisse vergrößern aber für die Bewohner der Fehmarnbeltregion auch die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, der nicht mehr an der Landesgrenze endet. Durch den Fehmarnbelt-Tunnel wird auch das Pendeln zur Ausbildungs- oder dann Arbeitsstätte weniger Zeit in Anspruch nehmen, so dass Jugendliche und junge Erwachsene nicht zwangsläufig die Region für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz verlassen müssen, sondern in der Region verwurzelt bleiben können.

Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit

Grenzübergreifende Berufsausbildungen in der Fehmarnbelt-Region bieten deutschen Betrieben die Möglichkeit, Kooperationen mit Betrieben in Dänemark aufzubauen. So werden langfristig die Grundlagen für einen zusammenhängenden Arbeitsmarkt in der dänisch-deutschen Wachstumsregion rund um den Fehmarnbelt geschaffen.