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Wenn Sie in Dänemark leben

Mit der Festen Fehmarnbeltquerung soll in diesem Teil Europas, genauer gesagt Norddeutschland, Dänemark und Schweden, ein effektiveres übergeordnetes Verkehrssystem geschaffen werden, was auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöht. Eine größere Anzahl besserer Verkehrskorridore zwischen Deutschland und Skandinavien ist ein Plus für die gesamte Region.

Schneller nach Europa

Nach Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels und der dazugehörigen Schienenanbindungen in Deutschland und Dänemark benötigen Direktzüge von Kopenhagen nach Hamburg nur noch zweieinhalb Stunden. Selbst mit Zwischenhalten wie zum Beispiel in Ringsted oder Lübeck liegt die Reisezeit immer noch unter drei Stunden. Heute dauert diese Reise viereinhalb Stunden. Güterzüge im internationalen Fernverkehr, die heute einen Umweg über Fünen und Jütland machen müssen, können ab sofort eine direktere Route zwischen Skandinavien und Mitteleuropa wählen.

Schneller innerhalb Dänemarks

Der Fehmarnbelt-Tunnel macht auch das Reisen innerhalb von Dänemark schneller. Teil des Tunnelprojekts ist die Modernisierung der Bahnstrecke von Ringsted nach Rødbyhavn. Die Strecke wird zweigleisig ausgebaut, elektrifiziert und für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h ausgelegt. So verkürzt sich zum Beispiel die Reisezeit zwischen Nykøbing Falster und Kopenhagen auf weniger als eine Stunde statt anderthalb Stunden heute. Eine Fahrt von Kopenhagen nach Næstved dauert nur noch 23 Minuten statt heute 41 Minuten.

Mehr Kapazitäten im dänischen Verkehrsnetz

Internationale Güterzüge benutzen auf ihrer Fahrt zwischen Skandinavien und dem Kontinent in Dänemark die Strecke über den Großen Belt, Fünen und Jütland. Diese langsam fahrenden Transitzüge transportieren in der Regel keine Güter für Dänemark, beanspruchen aber einen großen Teil der Kapazität dieses zentralen Teils des dänischen Eisenbahnnetzes. Mit der Fertigstellung des Fehmarnbelttunnels werden diese Güterzüge den direkten Weg zwischen Skandinavien und Mitteleuropa über den Fehmarnbelt nehmen. Dadurch werden auf der Strecke zwischen Jütland, Fünen und Seeland über den Großen Belt Kapazitäten für eine größere Anzahl schnellerer dänischer Personenzüge frei. Dasselbe gilt für den Durchgangstransitverkehr auf der Straße.

Mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze

In der gut acht Jahre langen Bauphase werden die Hauptbauunternehmer, wie das dänische Bauunternehmen Aarsleff aus Århus, Tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Die Erfahrungen aus dem Bau der festen Querung über den Öresund sowie die neuesten Analysen zeigen aber auch, dass für jeden Arbeitsplatz, der von den Hauptbauunternehmern auf der Baustelle geschaffen wird, ein neuer Arbeitsplatz bei einem der Subunternehmen in der Region entsteht. So hat das Unternehmen Arkil aus Vojens, Dänemark, bereits mehrere wichtige Aufträge im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die Baustelle in Rødbyhavn durchgeführt.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit

Die erhebliche Verkürzung der Reisezeit ermöglicht eine verstärkte Zusammenarbeit mit Deutschland, zum Beispiel im Tourismus- und Bildungsbereich.